Das Rennsportteam gehört dem britischen Gründer Frank Williams und zu kleineren Teilen seinem Gründungspartner Patrick Head sowie dem österreichischen Investor und Rennfahrer Toto Wolff, der 2009 einstieg. Letzte Woche hatte der Rennstall bekanntgegeben, die bisherige Besitzstruktur aufzubrechen. «Wir sind zum Schluss gekommen, dass das der beste Weg ist, um die Zukunft des Teams und seiner 450 Angestellten zu sichern», gab Adam Parr, Geschäftsführer von Williams F1, zu Protokoll. Dass die Gesundheit von Teamchef und Besitzer Frank Williams der Grund für den Börsengang sei, dementierte er: «Franks Gesundheit ist absolut gut.»

Neben Zürich kommen auch London und Frankfurt als Ort des Börsengangs in Frage. Entsprechende Sondierungen sind laut Informationen aus dem Umfeld der Börsen im Gange. Offenbar treibt das Unternehmen das Projekt rasch voran und fährt mehrgleisig. So soll in Deutschland vorsorglich ein Antrag für eine Wertpapierkennung eingereicht werden.

Den Anlegern will Williams einen Fünftel der Aktien anbieten, eine Kapitalerhöhung ist nicht geplant. Frank Williams wird eine Mehrheitsbeteiligung behalten. Zum aktuellen Team Williams gehören die Rennfahrer Rubens Barrichello (Brasilien) und Pastor Maldonado (Venezuela). Im Zuge der Neuverpflichtung Maldonados war spekuliert worden, dass der Pilot reichlich Geld von Sponsoren mitbringt. Der Rennstall will endlich einen grossen Titel holen. Seit 2004 hat Williams keinen Grand Prix mehr gewonnen.

Anzeige