Mit der Hausse an den Börsen hat sich die Lage der Pensionskassen zwar gebessert. Dennoch haben die Versicherten keinen Grund aufzuatmen. Denn die Finanzkrise legt die Probleme vieler Kassen schonungslos bloss.

So bei der MPK, der Pensionskasse der Migros, des grössten privaten Schweizer Arbeitgebers. «In den letzten zehn Jahren haben wir die nötige Rendite auf den Kapitalanlagen nicht erreicht. Jetzt müssen wir auf der Leistungsseite Dinge verändern», sagt MPK-Geschäftsleiter Thomas Hohl im Interview mit der «Handelszeitung». Darum zieht er für die Migros-Pensionskasse einschneidende Massnahmen in Betracht: Einen Primatswechsel sowie ein höheres Pensionierungsalter für die Migros-Angestellten.

Weniger Altersleistungen zur Folge hätte auch die Senkung des Umwandlungssatzes von 7 auf 6,4%, über den die Schweizer Bevölkerung im März 2010 abstimmt. Für Ivo Furrer, Chef Swiss Life Schweiz, hat die Senkung höchste Dringlichkeit - «sonst laufen wir Gefahr, dass der individuelle Rentenkuchen noch vor dem Tod des Versicherten aufgebraucht ist». In dieselbe Kerbe schlägt Hanspeter Konrad, Direktor des Pensionskassenverbands Asip. «Der Umwandlungssatz muss klar gesenkt werden, um das Leistungsziel nicht zu gefährden.»

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