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Repower nimmt neuen Anlauf bei Wasserkraftwerk-Projekt

Repower nimmt neuen Anlauf bei Wasserkraftwerk-Projekt
Die Kosten für Repowers neue Pläne belaufen sich auf rund 350 Millionen Franken. (Bild: Keystone)

Repower hatte im vergangenen Jahr die Arbeiten am Wasserkraftwerk-Projekt Chlus gestoppt, weil die Kosten aus dem Ruder zu laufen drohten. Nun legt der Bündner Stromkonzern einen neuen Vorschlag vor.

Der Bündner Stromkonzern Repower hat das geplante, mehrere hundert Millionen Franken teure Wasserkraftwerk-Projekt Chlus im vorderen Prättigau neu aufgegleist. Das überarbeitete Projekt weise ein besseres Kosten-/Nutzenverhältnis auf, wie Repower mitteilte.

Repower hatte im vergangenen Frühling die Arbeiten am Projekt Chlus gestoppt, weil die Kosten aus dem Ruder zu laufen drohten. Vorgesehen war, das Wasser des Flusses Landquart zwischen Küblis und dem Rhein in zwei Kraftwerkstufen zu nutzen: zuerst in der Chlus, dem Einfallstor zum Prättigau, dann am Rhein bei der Gemeinde Landquart.

Das Projekt wäre auf rund 450 Millionen Franken zu stehen gekommen, 100 Millionen mehr als geplant. Aus mehreren Optionen wurde nach der Überarbeitung eine Variante ausgewählt, die mit einer einzigen Kraftwerkzentrale im Industriegebiet der Gemeinde Trimmis auskommt.

Das Wasser der Landquart und von drei Seitenbächen gelangt von Küblis in einem 17 Kilometer langen unterirdischen Druckstollen zum sogenannten Wasserschloss oberhalb von Trimmis. Von dort aus führt eine ebenfalls unterirdische, 1,5 Kilometer lange Druckleitung zur Zentrale.

Strom für 45'000 Haushalte

Die Kosten für das neue Kraftwerksystem belaufen sich auf rund 350 Millionen Franken. Die Anlagen werden jährlich 214 Gigawattstunden Strom produzieren, was dem Verbrauch von 45'000 Haushaltungen entspricht.

Das überarbeitete Projekt untersteht laut Repower der gleichen umweltrechtlichen Beurteilung wie das bisherige. Grundsätzlich unterstütze das neue Projekt die Bemühungen um eine ökologische Aufwertung des Prättigauer Talflusses Landquart.

Der Stromkonzern steht eigenen Angaben zufolge in Kontakt mit den Konzessionsgemeinden, zu denen nun die Gemeinde Trimmis hinzukommt. Ziel ist es, die Konzessionsverhandlungen über die Verleihung der Wasserrechte soweit voranzutreiben, dass die Gemeinden die Verträge den Stimmberechtigten im nächsten Jahr vorlegen können.

(tno/sda)

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