Das Bündner Energieunternehmen Repower hat das Geschäftsjahr 2013 nach massiven Wertberichtigungen mit einem Verlust beendet. Die Gesamtleistung blieb nahezu stabil bei 2,4 Milliarden CHF (VJ 2,3 Milliarden). Nach Wertberichtigungen in Höhe von 232 Millionen Franken resultierte ein EBIT-Verlust von 50 Millionen und ein Reinverlust von 152 Millionen. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 2,00 Franken nach 2,50 Franken im Vorjahr erhalten.

Die Wertberichtigungen tragen der allgemeinen Marktsituation Rechnung, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Repower gehe davon aus, dass die tiefen Strompreise sich wegen anhaltenden Marktverzerrungen und wegen der schwachen Nachfrage auf absehbare Zeit nicht erholen würden.

«Dennoch ansprechend»

Mitte Dezember hatte das Management bereits ausserordentliche Wertberichtigungen im Wert von rund 220 Millionen Franken angekündigt sowie einen negativen EBIT im Bereich von 140 bis 150 Millionen.

Vor den Wertberichtigungen fällt das Ergebnis unter Berücksichtigung der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einem EBIT von 74 Millionen Franken  und einem Gewinn von 33 Millionen «dennoch ansprechend» aus, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Schwierige Rahmenbedingungen

Repower rechnet damit, dass das schwierige Marktumfeld anhält. Kurz- bis mittelfristig seien keine Anzeichen einer Verbesserung auszumachen oder eine rasche politische Reform der Energiemärkte in Deutschland und in der Schweiz in Sicht, so der Versorger. Repower gehe deshalb aus heutiger Sicht davon aus, dass das operative Ergebnis im laufenden Jahr 30 bis 40 Prozent unter dem bereinigten operativen Ergebnis von 2013 zu liegen kommen werde.

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(awp/me/se)