Die tiefen Energiepreise machen dem Bündner Stromkonzern Repower zu schaffen. Im vergangenen Jahr verzeichnete er einen Verlust von 33 Millionen Franken.

Das vergangene Geschäftsjahr sei «äusserst anspruchsvoll» gewesen, teilte Repower mit. Gegenüber dem Vorjahr seien die Preise für Strom, aber auch Öl, Kohle und Gas auf den Energiemärkten markant gesunken. Dazu käme die Schwäche des Euro.

Rote Zahlen

Währungs-Umrechnungsdifferenzen aus dem Abgang ausländischer Tochtergesellschaften etwa belasteten das Ergebnis mit 8 Millionen Franken. 6 Millionen Franken hätten zudem für Langfristbeträge zurückgestellt werden müssen, und kleinere Sondereffekte von 4 Millionen Franken wirkten sich ebenfalls negativ auf das Jahresergebnis aus, schrieb Repower.

Repower erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,3 Milliarden Franken. Das operative Ergebnis auf Stufe Ebit betrug 26 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 33 Millionen Franken. Damit bleibt Repower in den roten Zahlen, auch wenn der Verlust nicht ganz so gross ausfällt wie vergangenes Jahr - damals betrug er 152 Millionen Franken.

Anzeige

Das Stromgeschäft sei mengenmässig mit 17,423 Terawattstunden leicht über dem Wert des Vorjahres gelegen, hiess es. Eine neue Rekordproduktion schaffte Repower mit den eigenen Wasserkraftwerken. Sie stieg gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent an.

Wenig optimistisch

Im Ausblick zeigt sich der Energiekonzern wenig optimistisch. Zwar hätten 2014 Einsparungen in der Höhe von 17 Millionen Franken verbucht werden können. Und 2015 will Repower 20 Millionen Franken sparen. Doch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses dürfte für weitere Herausforderungen sorgen, hiess es.

Zudem deute alles darauf hin, dass sich die Energiepreise in nächster Zeit nicht erholen würden. Repower erwarte deshalb für 2015 ein tieferes operatives Ergebnis.

(sda/dbe/ama)