Facebook, aufgepasst! Der amerikanische Restaurant- und Einkaufsführer Yelp hat am Freitag vorgemacht, wie ein erfolgreicher Börsengang auszusehen hat. Der erste Kurs lag um mehr als 60 Prozent über dem Ausgabepreis der Aktien von 15 Dollar. Dabei hatte Yelp seine Anteilsscheine bereits teurer an Investoren verkauft als ursprünglich geplant.

Für Facebook ist das interessant, weil das weltgrösste soziale Netzwerk ebenfalls an die Börse strebt und die Geschäftsmodelle am Ende gar nicht so unähnlich sind. Bei Yelp bewerten die Internet-Nutzer selbst Restaurants, Läden, Hotels und andere Lokalitäten. Der Dienst hat vor allem in den USA eine grosse Fangemeinde.

Vor Yelp waren bereits das Schnäppchenportal Groupon, das berufliche Online-Netzwerk LinkedIn sowie der Online-Spieleanbieter Zynga («Farmville») an die Börse gegangen. Gegenüber den bei Facebook erwarteten Einnahmen von 5 Milliarden Dollar sehen alle anderen aber klein aus. Der Verkauf eines Teils der vorhandenen Yelp-Aktien brachte 107 Millionen Dollar ein.

Seit September 2011 gibt es Yelp auch in der Schweiz. Yelp finanziert sich durch Werbung, die auf der Internetseite aufgeschaltet wird.

(aho/awp)

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