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Revolution bei US-Banken: Boni sollen gekappt werden

James Dimon, Chef von JP Morgan Chase. (Bild: Keystone)

Bankmanager partizipieren mit millionenschweren Bonuszahlungen an Gewinnen des Unternehmens - jetzt sollen beim JP Morgan Chase und Citigroup auch Verluste in Form von Kürzungen auf die Top-Manager üb

Veröffentlicht am 10.09.2012

Wegen Fehlspekulationen verlor JP Morgan Chase mehr als vier Milliarden Dollar - jetzt will die Bank ihre Top-Manager erstmals an schlechten Geschäften beteiligen, sprich: auch Kürzungen der Bonuszahlungen vornehmen. Dies berichtet «Spiegel Online» unter Berufung auf das «Wall Street Journal» (WSJ).

Auch vor dem Jahresbonus von James Dimon, dem Vorstandschef von JP Morgan Chase, machen die Diskussionen offensichtlich nicht Halt. Allerdings werde dabei überlegt, wie das geschehen könne, ohne dass die Nettogehälter der Manager zu extrem reduziert würde, heisst es.

Denn häufig machen die erfolgsabhängigen Bonuszahlungen einen sehr grossen Teil ihrer Löhne aus. So hat Dimon 2011 mehr als 90 Prozent seiner Einkünfte über 23 Milliarden Dollar in Form von Aktien oder Bargeld als Bonus erhalten.

Auch der Vorstand der drittgrössten US-Bank Citigroup feile gemäss dem Bericht an neuen Vergütungsplänen für die Top-Manager. Bereits im Herbst soll dieser verabschiedet werden. Ziel sei es laut «WSJ», mit diesem Schritt eine breitere Unterstützung der Investoren zu erhalten.

Erst vor wenigen Monaten hatten die Citigroup-Aktionäre das Entschädigungspaket der Bankführung abgelehnt - darunter die 15 Millionen Dollar für Firmenchef Vikram Pandit. Ein extra verpflichteter Berater entwickle laut Bericht deshalb ein neues Vergütungssystem.

(vst/chb)

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