Der harte Sparkurs und die Flaute in der Rüstungssparte haben Rheinmetall auch im dritten Quartal in den roten Zahlen gehalten. Nach neun Monaten standen unter dem Strich 47 Millionen Euro Verlust, teilte der Konzern mit.

Vor einem Jahr hatte Rheinmetall in dem Zeitraum noch 93 Millionen Euro Überschuss eingefahren. Zwar lief wie bereits im zweiten Quartal die Autozulieferer-Sparte rund und warf Gewinn ab - das konnte die Verluste im Militär-Geschäft aber nicht vollständig auffangen. Stattdessen passte Rheinmetall seine Jahresprognose an die weiter verschobenen Kräfteverhältnisse im Konzern an.

Autogeschäft läuft besser

Während die Rüstungssparte beim operativen Gewinn vor den Kosten des aktuellen Sparprogramms nur noch das untere Ende der Spanne von 60 bis 70 Millionen Euro erreichen dürfte, ist für das Auto-Geschäft mehr drin: Diesem Zweig traut der Vorstand nun 140 bis 150 Millionen statt zuvor nur 140 Millionen Euro Gewinn zu.

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Den Ausblick für den Umsatz liess der Konzern indes unverändert. Rheinmetall rechnet weiter mit 4,7 bis 4,8 Milliarden Euro Erlösen. Nach neun Monaten standen 3,1 Milliarden Euro in den Büchern und damit rund 6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dank des Rekordstands bei den Bestellungen im Wert von 6,7 Milliarden Euro, traut sich der Konzern dabei einen satten Schlussspurt im vierten Quartal zu.

(awp/chb)