Der Rüstungskonzern Rheinmetall will Teile des Industriedienstleisters Ferrostaal übernehmen. Der Bereich Oil & Gas von Ferrostaal solle in eine Gemeinschaftsfirma ausgegliedert werden, an der Rheinmetall die Hälfte halte, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger dem «Handelsblatt».

Die Sparte liefert und installiert unter anderem Gasförderanlagen und baut auch Pipelines und Pumpstationen. «Wir können uns vorstellen, zu einem späteren Zeitpunkt auch die Mehrheit zu übernehmen», ergänzte der Manager. Das gemeinsame Unternehmen von Ferrostaal und Rheinmetall werde von Beginn an einen Umsatz von 200 bis 300 Millionen Euro haben, der in den kommenden Jahre steigen solle, sagte Papperger.

Ein Grund für den Einstieg ins Ölgeschäft sei, neue Märkte wie Südamerika, Nordafrika und den Mittleren Osten schneller erschliessen zu können. So könne Rheinmetall Zugang zu den politischen Entscheidungsträgern in den jeweiligen Ländern bekommen. Die Ansprechpartner für den Rüstungs- und den Ölbereich seien oft identisch, ergänzte Papperger. «Unser Geschäft besteht aus Kontakten, und diese aufzubauen dauert Jahre. Mit dem Joint Venture wird es schneller gehen.»

(reuters/chb/aho)