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Ricardo.ch könnte verkauft werden

Ricardo.ch: Das Online-Auktionshaus ist ein begehrtes Kaufobjekt.   Handelszeitung

Mitteilungen zufolge sind die beiden Medienunternehmen Ringier und Tamedia an einem weiteren Filetstück des Schweizer Online-Geschäftes interessiert: der Auktionsplattform Ricardo.ch.

Veröffentlicht am 11.09.2014

Die Schweizer Online-Auktionsplattform Ricardo.ch könnte den Besitzer wechseln. Die derzeitige Eigentümerin, die südafrikanische Naspers-Gruppe, bereite einen Verkauf des Onlinehändlers vor, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Personen «mit Kenntnis der Situation». Der Verkaufspreis wird dabei auf bis zu 500 Millionen Dollar beziffert.

Die Verkausfvorbereitungen seien noch in einem frühen Stadium, hiess es weiter. Das an der Börse von Johannesburg gelistete Medienunternehmen Naspers evaluiere derzeit verschiedene Banken auf der Suche nach einem Verkaufsberater. Laut einem Analysten könnte die Gruppe das Kapital aus einem Verkauf von Ricardo.ch für Investitionen in aufstrebenden Volkswirtschaften verwenden.

Ringier und Tamedia

Simon Marquard, Pressesprecher des Online-Händlers, gibt sich verschlossen. «Wir kommentieren grundsätzlich keine Gerüchte», meint er. Als potenzielle Käufer werden die beiden Schweizer Verlagshäuser Ringier und Tamedia genannt. Auch deren Sprecher wollten keine konkrete Stellungnahme über ein Kaufinteresse abgeben.

Ricardo.ch ist laut eigenen Angaben der führende Schweizer «Online-Marktplatz» mit über 2,3 Millionen Mitgliedern und 140 Mitarbeitenden in Zug. Der Jahresumsatz des Unternehmens, zu dem neben ricardo.ch auch die Plattformen autoricardo.ch, ricardoshops.ch und OLX.ch gehören, wird auf über 660 Millionen Franken beziffert.

(awp/ise/ama)

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