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Fusion
Richemont bestätigt Heiratspläne der Tochter

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Richemmont-Hauptsitz in Genf: Der Konzern verhandelt mit Yoox. KeystoneQuelle: Keystone .

Der Genfer Luxusgüterriese verhandelt mit dem italienischen Kleiderhändler Yoox über eine Fusion mit der Richemont-Tochter Net-a-porter. Der Deal könnte schon in dieser Woche über die Bühne gehen.

Veröffentlicht am 30.03.2015

Der italienische Kleiderhändler Yoox und der Genfer Luxusgüterkonzern Richemont führen Gespräche, um möglicherweise das Geschäft von Yoox und jenes der Richemont-Online-Tochter Net-a-Porter zusammenzuführen. Dies teilten Richemont und Yoox in zwei wortgleichen Mitteilungen mit Blick auf die zuletzt entstandenen Fusionsgerüchte mit. Man werde keine weiteren Kommentare dazu abgeben und «zu gegebener Zeit» informieren, heisst es in den beiden Communiques weiter.

Bereits am Freitag und in der Folge auch am Sonntag berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass Gespräche zu der Fusion zwischen Yoox und Net-a-Porter möglicherweise noch in dieser Woche zu einem Abschluss kommen werden. Das Ziel des Schulterschlusses der beiden Unternehmen sei es, im harten Konkurrenzumfeld gemeinsam besser aufgestellt zu sein. Im Rahmen der Transaktion werde Richemont einen Anteil an der fusionierten Gesellschaft behalten, um so weiterhin über ein Standbein im boomenden Online-Fashion-Markt zu verfügen, so die Berichte weiter.

Deal scheiterte vor einem Jahr

Yoox und Richemont hatten bereits vor über einem Jahr Fusionsgespräche geführt, diese seien dann aber abgebrochen worden. In den früheren Gesprächen konnten sich die Parteien nicht auf einen Deal einigen. Diesmal dürfte es allerdings einfacher sein, eine Einigung zu erreichen, schrieb Reuters am Sonntag weiter. Denn die über fünf Jahre ausgelegte Zahlungsvereinbarung zwischen Richemont und der Net-a-Porter-Gründerin Natalie Massenet neige sich per 31. März dem Ende zu.

Am Markt gibt es bereits seit längerem Spekulationen, Richemont wolle Net-a-Porter entweder verkaufen oder an die Börse bringen. Die Rede war von Offerten im Umfang von bis zu 2,2 Milliarden Euro. Zuletzt wurde auch der Online-Händler Amazon als möglicher Käufer genannt.

Erstmals Gewinn

Die in Grossbritannien ansässige Net-a-Porter dürfte in dem per Ende März zu Ende gehenden Geschäftsjahr 2014/15 der Richemont-Gruppe einen Umsatz von geschätzt 700 Millionen Euro und erstmals einen Gewinn erzielt haben. Analysten sehen den Wert des Unternehmens zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden, so der Bericht. Yoox, die wie Net-a-Porter auch im zweistelligen Prozentbereich wachse, sei bereits profitabel und weise eine ähnlich hohe Bewertung auf.

(awp/dbe)

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