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E-Commerce
Richemont erhält Mitgift aus Heirat der Tochter

Net-A-Porter: Die Hochzeit spült über 600 Millionen Euro in die Richemont-Kassen. Screenshot HZ

Der Zusammenschluss der Richemont-Tochter Net-A-Porter mit der italienischen Yoox ist abgeschlossen. Es resultiert ein einmaliger Millionengewinn.

Veröffentlicht am 05.10.2015

Der Luxusgüterkonzern Richemont hat den Zusammenschluss der eigenen Onlinehandelsplattform Net-A-Porter mit der italienischen Yoox-Gruppe zur Yoox Net-A-Porter Group abgeschlossen. Wie angekündigt wird die Transaktion für Richemont einen signifikanten einmaligen Gewinn zur Folge haben. Diesen erwartet der Konzern im Umfang von 610 bis 670 Millionen Euro, wie es in der Mitteilung vom Montag heisst.

Der Gewinn werde aber noch nicht in die Halbjahresrechnung 2015/16 (per Ende September) einfliessen, sondern als «Gewinn aus veräussertem Geschäft» erst zum Jahresabschluss per Ende März ausgewiesen, heisst es weiter.

Limitiertes Stimmrecht

Im Rahmen der All-Share-Transaktion besitze Richemont 65,6 Millionen Aktien des neuen Unternehmens Yoox Net-A-Porter. Damit halte man 50 Prozent am gesamten Aktienkapital der an der italienischen Börse kotierten e-Commerce-Plattform, wobei das Stimmrecht auf 25 Prozent limitiert sei, bekräftigt Richemont früher gemachte Angaben.

Mit der beschränkten Stimmkraft will Richemont die Unabhängigkeit von Yoox Net-A-Porter unterstreichen und die Suche nach weiteren Investoren ermöglichen. Im Verwaltungsrat werden zwei Richemont-Vertreter Einsitz nehmen. Ein 25 Prozent-Aktienpaket sind zudem einem dreijährigen Verkaufsverbot (Lock-Up) unterstellt.

(awp/ise/hon)

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