Der Uhren- und Schmuckkonzern Richemont hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende März) Umsatz und Reingewinn gesteigert. Der Umsatz nahm um 5 Prozent auf 10,65 Milliarden Euro zu, in Lokalwährungen waren es gar 10 Prozent. Der operative Gewinn blieb hingegen mit 2,42 Milliarden praktisch unverändert, womit die entsprechende Marge deutlich auf 22,7 Prozent von 23,9 Prozent im vergangenen Jahr sank. Der Reingewinn konnte derweil um 3 Prozent auf 2,07 Milliarden gesteigert werden, wie die Gruppe am Donnerstag mitteilte.

Die Netto-Cash-Position lag Ende März bei 4,7 Milliarden Euro nach 4,3 Milliarden Ende 2013. Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat eine deutlich höhere Dividende von 1,40 Franken je Aktie (Vorjahr 1,00 Franken) zur Ausschüttung vor.

Erwartungen der Analysten erfüllt

Richemont hat mit den Geschäftszahlen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz übertroffen und auf Gewinnstufe mehr oder weniger getroffen, womit aber die Margenerwartungen nicht ganz erreicht wurden. Die Analysten hatten im Vorfeld mit einem Umsatz von durchschnittlich (AWP-Konsens) 10,5 Milliarden EUR, einem EBIT von 2,42 Milliarden und einem Reingewinn von 2,06 Milliarden gerechnet.

Richemont spricht in der Mitteilung von einem zufriedenstellenden Resultat, das unterstützt worden sei durch Verbesserungen im Raum Asien Pazifik, Americas und Japan. Die Stärke der Schmuckhäuser und im Uhrenbereich hätten die Schwäche bei gewissen Modehäusern und bei Montblanc wettgemacht, heisst es. Im operativen Ergebnis sind den Angaben zufolge Rückstellungen im Hinblick auf eine Reorganisation bei Montblanc enthalten. Der Reingewinn profitierte derweil von einem positiven Absicherungs-Effekt auf den Währungen in der Grössenordnung von 214 Millionen Euro.

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Alle Regionen ausser Japan im Plus

Im Monat April und damit im ersten Monat des neuen Geschäftsjahres stiegen die Verkäufe in der Berichtswährung Euro um 1 Prozent, zu konstanten Wechselkursen betrug das Wachstum 6 Prozent. Mit Ausnahme von Japan, wo die Konsumsteuern auf 1. April erhöht wurden, hätten alle Regionen zugelegt. Unter Ausklammerung von Japan betrug das Umsatzplus denn auch 4 Prozent bzw. 8 Prozent zu konstanten Wechselkursen.

Richemont fokussiere weiterhin auf langfristiges organisches Wachstums und Wertgenerierung für die Stakeholder. Die Gruppe werde weiter in Talent, Kreativität und Innovation investieren - dies mit einem besonderen Augenmerk auf Märkte mit vielversprechendem Wachstumspotential, so die Mitteilung.

Rückkehr von Johann Rupert

Richemont gab zudem bekannt, dass der langjährige CEO und spätere Präsident des Konzerns, Johann Rupert, sein einjähriges Sabbatical im September wie geplant beenden werde. Er werde dann zurückkehren und an der Generalversammlung vom 17. September als Verwaltungsratspräsident kandidieren.

Weiter kündete Richemont ein neues Aktienrückkaufprogramm über 10 Millionen Aktien über die nächsten drei Jahr an, nachdem das bisherige mit dem heutigen Tag beendet wurde.

(awp/me/sim)