Deutlicher Gewinn- und Umsatzanstieg: Richemont hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Reingewinn um 79 Prozent auf 1,08 Milliarden Euro gesteigert. Mit dem Umsatz ging es beim des Luxusgüterkonzern um 33 Prozent auf 6,89 Milliarden Euro nach oben. Nach einer Dividende von 0,35 Franken im Vorjahr schlägt Richemont den Aktionären jetzt eine Ausschüttung von 0,45 Franken je Titel vor.

Das Ergebnis entspricht in etwa den Erwartungen der Analysten. Sie hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem Umsatz von 6,84 und einem Gewinn von 1,19 Milliarden Euro gerechnet.

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Richemont will in der Schweiz rund 800 zusätzliche Stellen schaffen. Von den 20 Produktionsstätten des Konzerns in der Schweiz sind trotz belastender Frankenstärke alle dabei, zusätzliches Personal zu engagieren.

Richemont investiere mit Blick auf die grosse Nachfrage: "Im organischen Wachstum liegt unsere Priorität", sagte Vize-Konzernchef Richard Lepeu an einer Telefonkonferenz.

Verkaufsfläche soll um sieben Prozent wachsen

Im neuen Geschäftsjahr 2011/12 werde Richemont zwischen sechs und sieben Prozent des Umsatzes in Wachstum bei Produktion und Verkauf investieren, im Folgejahr dürften es sechs bis acht Prozent sein, ergänzte Finanzchef Gary Saage. Die eine Hälfte davon solle in die Produktion inklusive IT gehen, die andere in neue Verkaufsstandorte. Die Verkaufsfläche soll um sieben Prozent wachsen.

Ausserdem hat Richemont bekanntgegeben, das laufende Aktienrückkaufprogramm auszuweiten. Demnach sollen zusätzliche fünf Millionen Aktien zurückgekauft werden. Insgesamt sind es dann neu 15 Millionen Aktien, entsprechend 2,61 Prozent des Aktienkapitals beziehungsweise 1,44 Prozent der Stimmrechte der Gesellschaft.

(laf/tno/awp)