Der Luxusgüterkonzern Richemont hat den Umsatz in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2012/13 in der Berichtswährung Euro um 23 Prozent gesteigert. In Lokalwährungen wuchs der Umsatz um 13 Prozent, wie der Konzern im Vorfeld der ordentlichen Generalversammlung mitteilte. Dabei wirkte sich die Abschwächung des Euros zum US-Dollar positiv auf die Geschäftszahlen aus.

Richemont sieht in allen Marktregionen weiterhin gutes Wachstumsmomentum. Nach wie vor stark, wenn auch mit tieferen Wachstumsraten, ist Richemont in Asien gewachsen. Dort legten die Umsätze um 27 Prozent (+12% in LW) zu. Dies nachdem die Region in den vergangenen Jahren aussergewöhnlich hohes Wachstum zu verzeichnen gehabt habe, so die Mitteilung.

Auch interessant

Ebenfalls deutliche Zuwächse verzeichnete die Gruppe in der Region Europa mit einem Plus von 23 Prozent (+19%). Dabei seien die Verkäufe besonders im Detailhandel in den wichtigsten Tourismusdestinationen sehr gut gelaufen.

In Amerika und Japan kletterten die Umsätze in Euro um je 19 Prozent in die Höhe, während sie in Lokalwährungen um 6 Prozent respektive 4 Prozent moderater zulegten. In Amerika hätten einmalige Verkäufe die Vorjahresperiode geprägt.

Markterwartungen leicht übertroffen

Auch hätten mit Ausnahme des Schreibuntensilienherstellers Montblanc (+12%; +4% in LW) alle Marken in Lokalwährungen zweistellige Wachstumsraten erzielt. In der Schmucksparte mit den Marken Cartier und Van Cleef and Arpels wuchs der Umsatz um 23 Prozent (+12%). Mit Uhren (Jaeger Le Coultre oder IWC) setzte Richemont 26 Prozent (+16%) mehr um.

Mit den heute publizierten Wachstumsraten hat Richemont die Markterwartungen leicht übertroffen. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Umsatzanstieg in Euro zwischen 11 und 12 Prozent und in Lokalwährungen von 20 bis 23 Prozent gerechnet.

Bereits am 6. August hatte Richemont überraschend Angaben zu der Umsatzentwicklung in den ersten vier Monaten per Ende Juli gemacht. In dieser Periode sind die Verkäufe gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent gestiegen - auf Basis konstanter Währung um 13 Prozent.

Richemont rechnet im ersten Halbjahr nach wie vor mit einem 20 bis 40 Prozent höheren operativen Gewinn gegenüber dem Vorjahr. Auch der Reingewinn soll in derselben Grössenordnung zulegen. Dies hatte der Konzern bereits Anfang August angekündigt. Trotz Unsicherheiten an den Märkten werde an den Investitionensplänen festgehalten, hiess es in der heutigen Mitteilung weiter.

Den Bericht für das erste Halbjahr 2012/13 wird Richemont am 9. November vorlegen.

(muv/rcv/awp)