Beim Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont hat sich das Wachstum im wichtigen Weihnachtsquartal verlangsamt. In den Monaten Oktober bis Dezember 2013 nahmen die Verkaufserlöse im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro zu, teilte der Hersteller von Edeluhren und teurem Schmuck mit. Das ist weniger als Analysten erwartet hatten. Diese hatten im Schnitt mit einem Wachstum von 6,5 Prozent auf 3,05 Milliarden Euro gerechnet.

Zufriedenstellende Zahlen im Mittleren Osten

Vor allem in der Region Asien-Pazifik bestellten die Grosshändler zurückhaltender, erklärte Richemont. Das Geschäft habe sich dort mit einem Wachstum in Lokalwährungen von 6 Prozent in etwa so weiter entwickelt, wie dies im ersten Halbjahr 2013/14 der Fall war.

Derweil sei das Umsatzplus von 9 Prozent in Europa und dem Mittleren Osten zufriedenstellend. Die Marken hätten insbesondere an Tourismusdestinationen gute Verkaufszahlen erzielt.

Positive Schmucksparte

In der Schmucksparte mit den Marken Cartier und Van Cleef and Arpels wuchs der Umsatz im dritten Quartal um 3 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro. Mit Uhren (Vacheron Constantin, Baume & Mercier, Jaeger-LeCoultre, Piaget, Lange & Söhne oder IWC) steigerte die Gruppe den Absatz um 4 Prozent  auf 817 Millionen Euro.

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Dagegen ging der Umsatz mit Schreibutensilien (Montblanc) um 4 Prozent auf 219 Millionen Euro zurück, immerhin resultierte in Lokalwährungen ein Plus von 1 Prozent. Im Bereich Übrige mit den Accessoires-Marken Dunhill und Chloe oder dem Online-Portal Net-a-Porter wuchs Richemont um 3 Prozent (+9 Prozent in LW) auf 384 Millionen Euro.

Über vier Milliarden in Cash

Weiter teilte Richemont mit, dass die Netto-Cash-Position per Ende Dezember 4,3 Milliarden Euro betrug, nach 3,9 Milliarden Ende September und 3,0 Milliarden im Dezember 2012. Zum Ausblick macht Richemont keine konkreten Angaben.

(reuters/awp/dbe)