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Zahlen
Richemont wächst wieder - auch dank Schmuck

Schmuck von Cartier: Gehört wie andere Edelmarken zu Richemont. Keystone

Trotz der schwierigen Lage auf dem Luxusmarkt ist Richemont im dritten Quartal gewachsen. Höhere Umsätze brachte unter anderem das Schmuckgeschäft. Uhren verkauften sich dagegen nicht gut.

Veröffentlicht am 12.01.2017

Nach mehreren Monaten mit Umsatzrückgängen hat Richemont im Weihnachtsquartal wieder zulegen können. Dabei profitierte der Luxusgüterkonzern besonders von einer Nachfrage nach Schmuckwaren. Das Uhrengeschäft bleibt dagegen rückläufig.

Der Umsatz von Richemont stieg im dritten Quartal um 6 Prozent auf 3,09 Milliarden Euro, wie der Genfer Konzern am Donnerstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen wuchsen die Verkäufe um 5 Prozent.

Plus in Asien

Stark zulegen konnte Richemont vor allem in Asien mit einem Plus von 10 Prozent und in Amerika von 8 Prozent. In Europa stiegen die Verkäufe um 3 Prozent.

Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Halbjahr, als Richemont in dieser Region einen Umsatzeinbruch von 17 Prozent erlitten hatte. Grund dafür seien insbesondere gestiegene Verkaufszahlen in Grossbritannien nach dem Brexit-Entscheid.

Schmuck gefragt

Im Weihnachtquartal lief besonders das Geschäft mit Schmuckwaren gut. Die Sparte mit Marken wie Cartier, Van Cleef and Arpels und Giampiero Bodino steigerte den Umsatz deutlich um 9 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro.

Das Markt mit Luxusuhren befindet sich hingegen weiter in der Krise. Mit den Marken Jaeger-LeCoultre, Piaget oder IWC erwirtschaftete Richemont im Berichtsquartal einen Umsatz in Höhe von 813 Millionen Euro. Das ist ein Rückgang von 2 Prozent. Im Bereich Lederwaren und Modeartikel legte die Gruppe im dritten Quartal ebenfalls deutlich zu, um 7 Prozent auf 534 Millionen Euro.

Erwartungen übertroffen

Mit den vorgelegten Zahlen hat Richemont die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Experten hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 2,96 Milliarden Euro für das dritte Quartal erwartet.

Mit dem erfreulichen Weihnachtsquartal konnte Richemont den Umsatzeinbruch der Vorquartale etwas eindämmen. Nach dem Halbjahr belief sich das Minus auf 13 Prozent.

Schwieriges Umfeld

Nun sehen die Zahlen etwas besser aus. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete die Gruppe 8,18 Milliarden Euro Umsatz, im Vergleich zu 8,75 Milliarden Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Minus von 7 Prozent.

Das Umfeld für den Luxusgüterkonzern ist garstig. Auf die jüngsten Einbrüche der Nachfrage bei den Uhren im Hochpreissegment hat Richemont im Herbst mit neuen Strukturen und Stellenabbau reagiert. Im November 2016 gab das Unternehmen den Abbau von 210 Stellen bekannt, nachdem es bereits zum Jahresanfang angekündigt hatte, bis zu 350 Stellen zu streichen.

(sda/reuters/tno/gku)

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