Die Richter am Gericht von Portsmouth im amerikanischen Bundesstaat New Hampshire kannten keine Gnade: Sie befinden Bradley Birkenfeld am Montag für schuldig. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger». Sie verurteilten den 48-Jährigen wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand. Die Strafe wird Mitte August bekannt gegeben.

Der ehemalige UBS-Vermögensverwalter wurde am 19. Juli 2013 um 23.10 Uhr von der Polizei in New Hampshire angehalten. Die Atemluftkontrolle war positiv. Darauf hin wurde er wegen Trunkenheit am Steuer angeklagt. Birkenfeld konnte die U-Haft nach Zahlung einer Kaution von 750 Dollar verlassen. Seither wartete er auf den Prozess.

Absitzen der Reststrafe über 9 Monate

Ein Gericht in Florida hatte Birkenfeld 2009 wegen Beihilfe zur Steuerbetrug zu 40 Monaten Haft und einer Busse über 30'000 Dollar verurteilt. Er kam jedoch wegen guter Führung im August 2012 nach 31 Monaten Haft frei. Eine richterliche Bewährungsauflage war aber, dass er nicht exzessiv Alkohol trinkt.

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Nach dem neuen Urteil in New Hampshire stellt sich die Frage, ob er diese Auflage verletzt hat. Birkenfeld droht nun das Absitzen seiner Reststrafe über 9 Monate.