Die Tessiner Vermögensverwaltungsgruppe BSI ist wegen eines Abschreibers tief in den roten Zahlen gelandet. Statt 71 Millionen Franken Gewinn wie 2012 weist die Tochter des italienischen Versicherungskonzerns Generali für das vergangene Jahr 722 Millionen Franken Verlust aus.

Die Bank schreibt den immateriellen Wert, mit dem sie die vor rund fünf Jahren dem Lebensversicherer Swiss Life abgekaufte Banca del Gottardo in ihre Bücher genommen hatte, schneller ab als bisher geplant. Der so genannte Goodwill werde statt auf 20 Jahre nun auf fünf Jahre abgeschrieben, hiess es in einer Mitteilung.

Die Abschreibung ist damit abgeschlossen. Zum Verlust hätten auch noch andere Sonderfaktoren beigetragen, teilte die Bank weiter mit. Dazu gehören Rückstellungen für das Programm des amerikanischen Justizministeriums, mit dem Schweizer Banken den Steuerstreit mit den USA beenden sollen.

Sonst stabil

Der Bruttogewinn der Bank ist indessen praktisch stabil geblieben und belief sich auf 196,6 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag sank von 865 auf 863,1 Millionen Franken, wobei ein Einbruch beim Zinserfolg durch Mehrerträge bei Kommissionen und Dienstleistungen aufgefangen werden konnte, wie weiter mitgeteilt wurde.

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Die Generali-Tochter hat zudem unter dem Strich 2,2 Milliarden Franken an Neugeldern angezogen. Im Vorjahr hatte sie 7,5 Milliarden Franken eingesammelt. Die Höhe der verwalteten Vermögen stieg um 3,6 Prozent auf 86,3 Milliarden Franken.

(sda/chb)