Der Spinnereimaschinen-Hersteller Rieter hat im Geschäftsjahr 2013 einen um 84 Prozent höheren Betriebsgewinn (Ebit) von 60,2 Millionen Franken erzielt. Die entsprechende Marge stieg auf 5,8 von 3,8 Prozent, wie das Unternehmen mitteilt. Unter dem Strich verdiente Rieter 37,4 Millionen Franken, was einem Plus von 46 Prozent entspricht. Die Aktionäre sollen vom höheren Gewinn profitieren. Die Dividende soll auf 3.50 Franken je Aktie erhöht werden (Vorjahr: 2.50).

Der Konzern hat mit den vorgelegten Zahlen die Erwartungen der Analysten erfüllt. Der AWP-Konsens für den Ebit lag bei 60,1 Millionen und für den Reingewinn bei 36,8 Millionen Franken.

Höhere Margen dank günstigerem Produktmix

Vor allem im zweiten Semester habe sich der Ebit überproportional zum Umsatz entwickelt, heisst es in der Mitteilung. Die Kapazitäten seien besser ausgelastet gewesen, ein günstigerer Produktmix habe zu höheren Margen im Maschinengeschäft und zu mehr Dynamik im Komponentengeschäft geführt. Der Stellenabbau habe rund 6 Millionen Franken zum höheren Ebit beigetragen.

Auf der anderen Seite sei diese Kennzahl durch das strategische Investitionsprogramm (23,7 Millionen Franken) belastet worden. Ohne diese Belastung hätte sich der Ebit auf 83,9 Millionen Franken belaufen, und die entsprechende Marge wäre bei 8,1 Prozent zu liegen gekommen.

Umsatz und Auftragseingang waren bereits vor einigen Wochen bekanntgegeben worden. Rieter verzeichnete im Berichtsjahr eine Steigerung des Bestellungseingangs um 50 Prozent auf 1,26 Milliarden Franken. Der Umsatz lag mit 1,04 Milliarden Franken um 17 Prozent über dem Vorjahr.

Firmenchef Norbert Klapper optimistisch

Der Start ins laufende Geschäftsjahr verlief laut der Mitteilung vielversprechend: Rieter habe in den ersten beiden Monaten weiterhin eine gute Nachfrage nach Textilmaschinen und -komponenten verzeichnet. Für das ganze Jahr rechnet das Management um den neuen CEO Norbert Klapper mit einem Wachstum im hohen einstelligen Bereich. Zudem wird ein höherer Ebit als 2013 erwartet, obwohl zusätzliche Kosten für IT von 10 Millionen Franken, eine niedrige Auslastung der Kapazitäten für Luftspinnmaschinen sowie tiefe Margen im Auftragsbestand die Profitabilität belasten würden.

Anzeige

(awp/vst/tke)