Rieter hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 66 Prozent auf 537,8 Millionen Franken erhöht. Der Reingewinn des Der Textilmaschinenkonzerns lag bei 91 Millionen Franken.

Begünstigt wurde der stattliche Reingewinn allerdings durch einen Veräusserungsgewinn in der Höhe von 42,3 Milliionen Franken aus dem Verkauf eines Aktienpakets, teilte Rieter mit. Im Vorjahreszeitraum war der Gewinn mit 7,5 Millionen Franken eher bescheiden ausgefallen.

Beim Betriebsergebnis vor Steuern (Ebit) schnitt Rieter (Aktienkurs Rieter) in diesem Halbjahr ebenfalls positiv ab und notierte bei 70,6 Millionen Franken. Dies entspreche einer Betriebsrendite von 12,8 Prozent der Unternehmensleistung, erklärte der in Winterthur ansässige Konzern.

Erwartungen verfehlt

Der Bestellungseingang ging indes gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent auf 671,3 Millionen Franken zurück. Er dürfte sich im zweiten Halbjahr gemäss Rieter sogar noch weiter abschwächen. Insgesamt hat der Konzern die Erwartungen der Analysten verfehlt, einzig der Reingewinn unter Ausklammerung des Sondereffekts lag im Rahmen der Erwartungen.

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Zu beachten gilt allerdings, dass sich die vorgelegten Zahlen nur auf das seit Mai eigenständig geführte Textilgeschäft beziehen. Insofern ist das Ergebnis nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar, da damals noch der Automotive-Bereich seinen Teil zum Konzernergebnis beisteuerte.

Rieter Textile Systems, wie der Konzern offiziell neu heisst, entwickelt und produziert Maschinen und integrierte Systeme für die Verarbeitung von Fasern und Kunststoffen zu Garnen und Vliesstoffen. Rieter beschäftigt derzeit 4725 Mitarbeitende.

(tno/sda/awp)