Der Textilmaschinenkonzern Rieter hat im ersten Halbjahr 2013 gegenüber der Vorjahresperiode einen Rückgang des Umsatzes um 2 Prozent auf 478,1 Millionen Franken verzeichnet. Der Bestellungseingang zog dagegen um 76 Prozent auf 711,4 Millionen an, wie der Textilmaschinenbauer mitteilte. Gegenüber dem zweiten Semester 2012 stieg der Bestellungseingang um 63 Prozent und der Umsatz um 19 Prozent.

Der EBIT ging um knapp 46 Prozent auf 17,1 Millionen Franken zurück, während sich die EBIT-Marge auf 3,6 Prozent nach 6,5 Prozent im Vorjahr verringerte. Betriebsergebnis und Marge entsprächen den Erwartungen, so Rieter, der Rückgang sei im Wesentlichen auf niedrigere Margen aus Aufträgen zurückzuführen, welche im Vorjahr abgeschlossen worden seien. Ausserdem gab es keinen ausserordentlichen Gewinn aus Devestitionen wie im Vorjahr. Im EBIT sind ausserdem Kosten von 10,4 Millionen für das Investitionsprogramm enthalten. Vor strategischen Projekten erreichte der EBIT 27,5 Millionen und die Marge 5,8 Prozent. Der Reingewinn schrumpfte um 77 Prozent auf 5,0 Millionen Franken.

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Erwartungen übertroffen

Damit hat Rieter die Erwartungen der Analysten beim Reingewinn erreicht, bei den übrigen Kennziffern dagegen zum Teil deutlich übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 442 Millionen, für den Auftragseingang bei 467 Millionen, für den EBIT bei 14,2 Millionen und für den Reingewinn bei 5,1 Millionen.

Das Marktumfeld habe sich weiter aufgehellt, schreibt Rieter. Der positive Trend habe alle grossen Märkte der Branche erfasst, wenn auch in unterschiedlichem Mass. Besonders dynamisch entwickelte sich gemäss Rieter der Markt in der Türkei. Hier unterstützte ein staatliches Förderprogramm den guten Geschäftsgang bei den Spinnereien. Eine höhere Nachfrage verzeichneten auch verschiedene asiatische Länder. In Indien und China fand im ersten Halbjahr eine leichte Belebung statt. Allerdings bleibe dort die Finanzierungssituation für die Kunden anspruchsvoll.

Das 2012 eingeleitete Investitionsprogramm für weiteres Wachstum habe Fortschritte in der Umsetzung erzielt, heisst es weiter zum abgelaufenen Semester.

Ausblick erhöht

Den Ausblick auf das Gesamtjahr 2013 hat Rieter angesichts des besseren Marktumfelds erhöht. Es sei mit einem Umsatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich zu rechnen und auch mit einer volumenbedingten Zunahme des EBIT. Im März hiess es noch, es könne ein Umsatz mindestens auf Vorjahreshöhe erwartet werden und der EBIT solle ähnlich wie 2012 ausfallen. Im EBIT werden gemäss der Prognose rund 20 bis 25 Mio CHF an strategischen Projektkosten für das Investitionsprogramm 2012/13 enthalten sein.

(jev/aho/awp)