Für Research in Motion (RIM), Hersteller der Blackberry-Smartphones, schlägt am Mittwoch die Stunde der Wahrheit. Nach vielen Spekulationen und allerlei Gerüchten werden zwei neue Geräte mit dem Betriebssystem Blackberry 10 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Grösste Herausforderung für das Unternehmen aus dem kanadischen Waterloo ist dabei nicht die Hardware – auch wenn zum ersten Mal ein reines Touchscreen-Natel des Herstellers erscheinen soll. Auch das Betriebssystem an sich scheint soweit ausgereift. Doch der Kauf und sichere Betrieb der neuen Modelle bedingt für Unternehmen den Wechsel auf «Blackberry Enterprise Service 10».

Mit diesem Angebot rüstet sich RIM offensichtlich für die Koexistenz mit den Konkurrenzsystemen Android und iOS. Blackberry Enterprise Service 10 soll das Management von Daten auf Geräten verschiedener Hersteller erlauben.

Hohe Hürden beim Wechsel

Doch bei der Kompatibilität mit anderen Geräten liegt der Haken: das neue System funktioniert zwar mit den neuen Telefonen von Blackberry, aber alte Telefone desselben Herstellers laufen damit nicht. Ebenso wenig sind die alten Blackberrys mit dem neuen System kompatibel, behauptet «BGR.com».

Für Unternehmen, die weiterhin mit Blackberrys arbeiten wollen, bedeutet das zweierlei. Einerseits müssen die Unternehmen auf den neuen Service umstellen. Andererseits müssen sie für den Betrieb der bisherigen Modelle «Blackberry Enterprise Server 5» weiterhin betreiben - falls neue Modelle dazu kommen, sogar parallel zum neuen Angebot.

Zwar bietet RIM in manchen Fällen einen Wechsel auf das neue System ohne Aufpreis an – doch nur schon der Zeitaufwand dürfte eine Hürde darstellen.

(jev/rcv)


 

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