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Ringier forciert das Digitalgeschäft

Michael Ringier: Er legt tiefere Zahlen für das letzte Geschäftsjahr vor. Keystone

Ringier hat im letzten Jahr Umsatz und Gewinn eingebüsst. Wachsen kann das Medienunternehmen vor allem im digitalen Geschäft: Rund ein Drittel des Umsatzes erzielt Ringier bereits mit neuen Medien.

Veröffentlicht am 20.04.2016

Die Mediengruppe Ringier hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 erneut weniger umgesetzt, die Profitabilität aber wieder gesteigert. So verminderten sich die Erlöse um 4,3 Prozent auf 946,0 Millionen Franken. Der EBITDA verbesserte sich dagegen um 17 Prozent auf 96,1 Millionen, die Marge nahm damit auf 10,2 Prozent nach 8,3 Prozent zu.

Die positive Entwicklung sei dabei überwiegend auf die digitalen Geschäftseinheiten zurückzuführen, teilte Ringier am Mittwoch mit. Rund 61 Prozent des Betriebsergebnisses stammen mittlerweile aus dem Digitalgeschäft, dies nach knapp 50 Prozent im Vorjahr. Den Gewinn weist die Gruppe mit 11,3 Millionen Franken nach 21,4 Millionen im Vorjahr aus. Der Rückgang wird mit den hohen Kosten für die Erschliessung neuer Märkte und Produkte sowie mit positiven Devestitionseffekten im Vorjahr begründet.

Wachsendes Digitalgeschäft

Der leicht tiefere Umsatz ist im Wesentlichen auf die Währungsumrechnungen und Devestitionen zurückzuführen. Unter Ausklammerung dieser Effekte seien die Erlöse stabil geblieben, so Ringier. Weiter zugenommen hat der digitale Umsatzanteil, welcher auf knapp 37 Prozent nach 32 Prozent im Vorjahr angewachsen ist.

Die digitale Transformation der Gruppe gehe in hohem Tempo weiter, schreibt CEO Marc Walder im Geschäftsbericht. Als zentrale Schritte im abgelaufenen Jahr nennt er dazu das Gemeinschaftsunternehmen mit Axel Springer im Bereich Zeitschriften oder das Vermarktungs-Joint-Venture Admeira mit Swisscom und der SRG. Zum Schweizer Joint-Venture mit Axel Springer gehört auch handelszeitung.ch.

Der Prozess soll sich fortsetzen

Der fortgesetzte digitale Transformationsprozess stehe auch im laufenden Jahr im Fokus der Aktivitäten der Ringier-Gruppe, so Finanzchefin Annabella Bassler.

(awp/mbü/ama)

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