Das Medienunternehmen Ringier und die beiden Verlagshäuser Corriere del Ticino und Rezzonico schliessen eine verlegerische Allianz. Dabei sollen im Print- wie auch im digitalen Bereich Synergien und Kooperationen geschaffen werden, wie Ringier mitteilte.

Im Rahmen der Vereinbarung soll der Corriere del Ticino einen Minderheitsanteil von 45 Prozent an Rezzonico übernehmen. Zwischen Ringier und dem Corriere del Ticino seien dagegen keine Beteiligungen am Aktienkapital vorgesehen. Ringier ist laut Mitteilung seit längerem zusammen mit Rezzonico als Co-Verleger der Sonntagszeitung «il Caffè» auf dem Markt der italienischen Schweiz präsent.

Keinen Einfluss auf die Redaktionspolitik

Durch die Übereinkunft könne Ringier auch in der italienischen Schweiz bei der Entwicklung seiner Produkte auf multimediale Partner zählen, heisst es weiter. Gleichzeitig erhielten Rezzonico und der Corriere del Ticino die Möglichkeit, sich bei der Entwicklung und beim Ausbau ihrer Projekte, insbesondere im digitalen Bereich, auf einen der grössten Verlage der Schweiz zu stützen.

Die Vereinbarung betrifft laut der Mitteilung «wirtschaftliche und organisatorische Aspekte». Die Allianz habe daher keinen Einfluss auf die Redaktionspolitik der drei Beteiligten und auf die Unabhängigkeit der entsprechenden Redaktionen. Verlegerische Kooperationsprojekte seien bereits in Planung und würden in den kommenden Monaten ausgearbeitet.

(awp/dbe)

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