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Ringier verdoppelt seinen Gewinn

Logo von Ringier: Der Medienkonzern investiert in Digitalisierung. Keystone

Ringier hat 2016 seinen Umsatz gesteigert und den Gewinn zum Vorjahr verdoppelt. Über 60 Prozent des Gewinns stammt inzwischen aus dem digitalen Geschäft.

Veröffentlicht am 05.04.2017

Ringier weist für das Geschäftsjahr 2016 wieder mehr Umsatz und Gewinn aus: Das Zürcher Medienhaus führt dies auf die «seit acht Jahren konsequent vorangetriebene Transformation zu einem diversifizierten und digitalen Unternehmen» zurück. 62 Prozent des Gewinns vor Steuern und Abschreibungen stammt inzwischen aus dem digitalen Geschäft.

«Die digitalen Transformationsprozesse zahlen sich auch im Bereich Publishing Schweiz aus», heisst es in einer Ringier-Mitteilung vom Mittwoch. Erstmals in der Geschichte der Blick-Zeitungsgruppe haben 2016 mehr Leser die digitalen Kanäle als die gedruckte Ausgabe der Tageszeitung «Blick» gelesen. Der Werbeumsatz von «Blick.ch» übertraf ebenfalls erstmals jenen des gedruckten Blattes.

Digitalgeschäft trägt 62 Prozent bei

Das Unternehmen investierte 2016 auch in weiteren Bereichen in die «Transformation und Digitalisierung»: Die Ringier-Gruppe zählt mittlerweile rund 200 digitale Plattformen und mehr als 90 mobile Applikationen. Ein Jahr zuvor hatte Ringier den Bestand noch mit 160 Plattformen und 70 Apps angegeben.

Diese konsequente Strategie zeigt gemäss Ringier-CEO Marc Walder Wirkung: «Bereits 62 Prozent des operativen Gewinns erwirtschaften wir mit digitalen Geschäftsmodellen», wird Walder in der Mitteilung zitiert. Die Abhängigkeit vom Kerngeschäft – also Zeitungen und Zeitschriften und Druckereien – sei massiv reduziert worden. Im Vorjahr hatte das digitale Geschäft bereits rund 61 Prozent des operativen Gewinns (EBITDA) ausgemacht. 2012 hatte dieser Anteil noch unter einem Prozent gelegen.

Gewinn verdoppelt

Für das Geschäftsjahr 2016 weist Ringier einen Umsatz von über 1 Milliarde Franken aus: Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte er sich um 11 Prozent von 946 auf 1049 Millionen Franken. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 108,3 Millionen Franken 13 Prozent über dem Vorjahr. Der Jahresgewinn nach Steuern verdoppelte sich von 11,3 auf 22,8 Millionen Franken. Damit wurde wieder das Niveau von 2014 (21,4 Millionen) und 2013 (26,5 Millionen) erreicht.

Diese positive Entwicklung sei «primär auf die weiterhin wachsenden digitalen Marktplätze und die Vollkonsolidierung des Schweizer Zeitschriften-Portfolios von Ringier Axel Springer Schweiz zurückzuführen», schreibt Ringier. Auch die «Handelszeitung» gehört zu dem Portfolio.

Neues Portal in Myanmar

Das Zürcher Unternehmen ist heute in 19 Ländern tätig. Als neuster Markt gilt Myanmar, wo Ringier im Dezember 2015 ein Newsportal lancierte. Dieses habe sich im vergangenen Jahr zum Marktführer in seinem Segment entwickelt – es erreiche 20 Prozent der Bevölkerung.

(sda/me/mbü)

 

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