Der von milliardenschweren Abschreibungen gebeutelte Bergwerkskonzern Rio Tinto hat nach 21 Jahren zum ersten Mal wieder rote Zahlen geschrieben. Im Gesamtjahr sei unter dem Strich ein Fehlbetrag von 2,99 Milliarden US-Dollar angefallen, teilte das britisch-australische Unternehmen mit. Vor einem Jahr stand hier noch ein Gewinn von 5,8 Milliarden Dollar.

Analysten hatten indes einen weitaus höheren Verlust von mehr als vier Milliarden Dollar auf dem Zettel gehabt. Allerdings blieb das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) mit 9,3 Milliarden nicht nur hinter dem Vorjahreswert von 28,5 Milliarden Dollar sondern auch hinter den Erwartungen deutlich zurück. 

Mitte Januar hatte der mittlerweile ausgeschiedene Vorstandschef Tom Albanese Abschreibungen von 14 Milliarden Dollar auf das enttäuschende Kohlegeschäft in Mosambik und das weiter leidende Aluminiumgeschäft angekündigt.

Rio Tinto war 2007 auf dem Höhepunkt der Wirtschaftsbooms gross in das Aluminiumgeschäft eingestiegen. Die Hoffnungen erfüllten sich aber nie. Im Eisenerzgeschäft lief es im vergangenen Jahr besser, die Produktion erreichte einen Rekordwert. Eisenerz ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Stahl. Rio Tinto ist nach der brasilianischen Vale der zweitgrösste Erzexporteur der Welt.

(muv/aho/awp)