Fünf grössere autonome Schweizer Sammelstiftungen (Profond, Nest, PKG, Abendrot und Alsa) gründeten Ende 2004 die PKRück Lebensversicherungsgesellschaft. Gemäss dem Motto «Von Pensionskassen für Pensionskassen» konzentriert sich die PKRück von Beginn an auf den Aufbau eines Kompetenzzentrums im Bereich der Schadensregulierung und Schadensminderung.

Der angebotene Versicherungsschutz der Invaliditäts- und Todesfallrisiken – das klassische Kerngeschäft einer Lebensversicherung –wird von der PKRück nicht alleine angeboten. Vielmehr erwerben die Kunden ein integriertes Produkt, das zusätzlich zum Risikoschutz ein ganzes Bündel von Massnahmen zur positiven Beeinflussung des Schadensverlaufs beinhaltet. Dass dieser Ansatz einem Bedürfnis entspricht, zeigen die Zahlen: Bereits drei Jahre nach Markteintritt verfügte die PKRück über nahezu 100000 Versicherte.

Erfolgsfaktor Vertrauen

Wenn Unfall oder Krankheit massive Veränderungen der Lebens- und Erwerbssituation verursachen, können Betroffene dies erfahrungsgemäss nur unter grossen Anstrengungen und oftmals nur mit professioneller Hilfe bewältigen. Das Case Management bietet effiziente Unterstützung zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung und hilft, vermeidbare Invaliditätsfälle früh zu erkennen und tatsächlich zu vermeiden. An diesem Prozess sind immer unterschiedliche Stellen beteiligt, wie etwa Ärzte, Therapeuten, Anwälte und Arbeitgebende.

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Im Auftrag der PKRück übernimmt der Case Manager die Koordination und Fallführung. Zentrale Elemente der Reintegration ins Erwerbsleben sind dabei die Prozessbegleitung der arbeitsunfähigen Person, die Hilfe zur Selbstbefähigung und koordiniert-zielgerichtetes Handeln.

Der Case Manager ist der zentrale Begleiter der versicherten Person. Er koordiniert die Lösung der medizinischen, rechtlichen und arbeitsrechtlichen Fragen und berücksichtigt neben dem beruflichen auch das private Umfeld. Im Zentrum steht dabei immer die Suche nach Chancen und motivierenden Lebensszenarien.

Die PKRück hat bewusst selbst keine Case Manager beschäftigt, sondern verfügt über ein Netzwerk mit spezialisierten und erfahrenen Partnerorganisationen. So wird eine vom Kostenträger unabhängige Fallführung gewährleistet und gleichzeitig das Vertrauen der versicherten Person gewonnen. Dies ist ein ausschlaggebender Faktor für ein erfolgreiches Case Management. Die Auswahl der Partnerorganisation trifft die PKRück von Fall zu Fall individuell und unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien (etwa Wohnsitz oder Diagnose der versicherten Person).

Mehrwert für alle Beteiligten

Ein effizientes Case Management bringt allen Beteiligten einen echten Mehrwert. Für die versicherte Person und deren persönliches Umfeld führt die Rehabilitation und Reintegration ins Berufsleben zu einer besseren Lebensqualität, während der soziale wie berufliche Abstieg vermieden werden können. Dem Arbeitgeber bleiben langjährige, qualifizierte Mitarbeitende erhalten, Lohnfortzahlungen aufgrund von Arbeitsunfähigkeit werden vermieden und gleichzeitig Prämien für die Sozialversicherungen eingespart.

Im Weiteren hat die Art und Weise, wie Arbeitgeber Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden wahrnehmen, einen unmittelbar positiven Einfluss auf das Betriebsklima. Für die Vorsorgeeinrichtung wiederum fallen weniger Invaliditätsfälle an, was zur Kostensenkung beiträgt.

Zentral stellt sich jeweils die Frage nach der konkreten Höhe der Kosten- und Prämieneinsparungen infolge eines Case Management. Die PKRück geht hierbei davon aus, dass die Risikokosten um etwa 10% gesenkt werden.