Die Postfinance schafft Kreditkarten für Kunden mit Wohnsitz im Ausland ab. Betroffen von der Änderung sind auch Auslandschweizer, für die das Unterhalten von Bankbeziehungen mit der Schweiz ohnehin immer schwieriger wird.

Die Postfinance bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht der Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Bund». Als Grund für die Änderung nennt sie «zunehmende regulative Vorgaben», mit denen Schweizer Finanzinstitute «im grenzüberschreitenden Geschäft mit ausländisch domizilierten Kunden» konfrontiert seien.

Risikokunden für Banken

Die betroffenen Kunden wurden im Juli über die Kündigung informiert. Ihr Kreditkartenkonto wird innert dreier Monate, also bis Ende Oktober, aufgehoben. Auch für Kreditkartenbesitzer, die neu ins Ausland ziehen, gilt eine dreimonatige Kündigungsfrist, wie ein Postfinance-Sprecher gegenüber der sda ausführte.

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Die Auslandschweizer-Organisation (ASO) kritisiert bereits seit längerem, es werde für ihre Mitglieder zunehmend schwieriger, ein Bankkonto bei einem Schweizer Finanzinstitut zu führen. Gründe dafür sind die strengen Regulierungen und Rechtsuntersicherheiten. Auslandschweizer gelten als Risikokunden, besonders wenn sie in den USA leben.

(sda/gku)