Das Roche-Krebsmedikament Herceptin hat in der Schweiz eine erweiterte Zulassung erhalten: Das Präparat darf künftig bei Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs auch in einer neuen subkutanen Darreichungsform eingesetzt werden.

Die Schweizerische Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Heilmittel (Swissmedic) hat die Zulassung für die Therapie im Frühstadium erteilt, wie Roche am Montag mitteilte. Die Kosten der Therapie würden von den Krankenkassen übernommen.

Roche-Blockbuster

Die neue Darreichungsform reduziere die Verabreichungszeit auf zwei bis fünf Minuten. Das flüssige Medikament musste bisher mittels einer Infusion verabreicht werden, was gemäss einer Unternehmenssprecherin 30 bis 90 Minuten in Anspruch nimmt.

Herceptin (Trastuzumab) ist seit 1998 auf dem Markt. 2016 erzielte der Konzern damit insgesamt einen Umsatz von 6,8 Milliarden Franken. Das Medikament war so weiterhin Wachstumsträger und einer von neun Roche-Blockbustern. Es verliert aber ab diesem Jahr vorerst in Europa den Patentschutz.

(sda/gku/me)