Der Pharmakonzern Roche hat Fortschritte bei der Erforschung von zwei neuen Lungenkrebs-Medikamenten erzielt. Das Mittel MPDL3280A für die Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs habe in einer weltweiten Phase-II-Studie die Überlebenswahrscheinlichkeit von bestimmten Patienten verdoppelt, teilte Roche mit.

Dem Medikament hatte die US-Gesundheitsbehörde FDA Anfang des Jahres als vielversprechendes Mittel bereits das zweite beschleunigte Zulassungsverfahren gewährt, nachdem es bereits bei Blasenkrebs als bahnbrechend eingestuft wurde.

Lebensdauer bis zu 11 Monate länger

Nun ging es bei der Studie, die das Unternehmen Ende Mai bei einer Fachtagung in den USA vorstellen will, um die Behandlung von Lungenkrebs-Patienten mit Antikörpern gegen PD-L1-Proteine, deren Krankheit mit einer gängigen Chemotherapie nicht gestoppt werden konnte. Die PD-L1-Proteine schützen bestimmte Tumorzellen gegen eine Bekämpfung durch das Immunsystem.

Als weiteres Medikament zeigte laut Roche das Mittel Alectinib positive Ergebnisse in zwei zulassungsentscheidenden Studien. So seien die Tumore bei der Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs bei gut der Hälfte der Patienten geschrumpft, zudem habe sich die Lebensdauer dieser Patienten im Mittel zwischen 7,5 und 11,1 Monaten verlängert.

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Zulassung soll beantragt werden

Roche will nun die Studiendaten bei der FDA einreichen und die Zulassung für Alectinib bei fortgeschrittenem ALK-positiven Lungenkrebs beantragen. Bei dieser Form der Erkrankung spielt ein unter der Abkürzung ALK bekanntes Protein eine Rolle. Alectinib ist in Japan seit September vergangenen Jahres zugelassen.

(awp/tno)