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Roche mit deutlichem Gewinnrückgang

Roche-Turm in Basel: Der Konzern verdiente 2014 weniger. Keystone

Der Basler Pharmakonzern hat im letzten Jahr deutlich weniger verdient. Grund sind Wertminderungen und Restrukturierungen. Dennoch können sich die Aktionäre freuen.

Veröffentlicht am 28.01.2015

Der weltweit hohe Bedarf an Krebsmedikamenten hat dem Schweizer Pharmakonzern Roche zu mehr Umsatz verholfen. Wertminderungen und Restrukturierungen nagten im letzten Jahr aber am Gewinn.

Unter dem Strich verdiente der weltweit grösste Hersteller von Krebsarzneien mit 9,535 Milliarden Franken 16 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie Roche mitteilte. Die Dividende soll dennoch um 3 Prozent auf 8 Franken je Titel steigen.

Starke Franken bremst

Der Umsatz wuchs um 1 Prozent auf 47,46 Milliarden Franken. Der starke Franken bremste das Wachstum. Zu konstanten Wechselkursschwankungen gerechnet erreichte Roche ein Verkaufsplus von 5 Prozent und lag damit in seiner Zielspanne.

Die grösste Division Pharma wuchs um 4 Prozent, die kleinere Division Diagnostics konnte um 6 Prozent zulegen.

Verlust aus Refinanzierungsgeschäften

Zum Gewinneinbruch schrieb Roche, das Unternehmen habe im vergangenen Jahr einen Teil seiner langfristigen Verbindlichkeiten refinanziert um so vom aktuell tiefen Zinsniveau zu profitieren.

Nach Steuern ergab sich aus diesen Refinanzierungsgeschäften ein einmaliger Verlust in der Höhe von 279 Millionen Franken. Zudem stieg die Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten um 1,1 Milliarden Franken.

CEO mit gleich hoher Entschädigung

Im laufenden Jahr erwartet Roche ein Verkaufswachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zu konstanten Wechselkursen. Der Kerngewinn je Aktie soll stärker zulegen.

Die Entschädigung von Roche-CEO Severin Schwan bewegte sich 2014 auf dem Niveau des Vorjahres. Der Konzernchef erhielt für das vergangene Geschäftsjahr eine Gesamtentschädigung von 11,99 Millionen nach 11,92 Millionen Vorjahr. Schwan bleibt damit erneut hinter Joseph Jimenez, dem Konzernchef von Konkurrent Novartis, zurück, dem für 2014 insgesamt 12,6 Millionen Franken bezahlt wurden.

46,3 Millionen für die Geschäftsleitung

Insgesamt, also inklusive zusätzlicher Arbeitgeberbeiträge an AHV/IV/ALV, wurden an die Mitglieder der Roche-Geschäftsleitung im abgelaufenen Jahr 46,3 Millionen nach 44,8 Millionen im Vorjahr ausbezahlt, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist.

Verwaltungsratspräsident Christoph Franz - er hat das Amt seit März 2014 inne - erhielt für 2014 eine Gesamtentschädigung von 4,0 Millionen Franken. Sein Vorgänger Franz Humer verdiente im Jahr 2013 noch total 8,8 Millionen. Für 2014 wurden Humer bis zu seinem Ausscheiden noch 3,1 Millionen bezahlt.

12,6 Millionen für den Verwaltungsrat

Die Gesamtentschädigung für die Mitglieder des Roche-Verwaltungsrates wird für 2014 mit 12,6 Millionen nach 13,5 Millionen im Vorjahr ausgewiesen.

(reuters/sda/awp/dbe/tno)

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