Das Management des Pharma-Konzerns Roche gibt sich weiterhin zuversichtlich für die Geschäftsentwicklung im laufenden Rechnungsjahr 2013. So bestätigt Konzernchef Severin Schwan an der heutigen Generalversammlung des Konzerns in Basel den anlässlich der Bilanzvorlage Ende Januar gegebenen Ausblick.

Verwaltungsrats-Präsident Franz Humer geht derweil nach der am Wochenende angenommenen Minder-Initiative auf künftige, mögliche Verändungen ein. «Für das laufende Jahr 2013 erwarten wir währungsbereinigt wieder einen Anstieg der Verkäufe im Rahmen des Vorjahres. Zudem streben wir ein Wachstum des Kerngewinns je Titel an, das über dem Verkaufswachstum liegt. Auf dieser Basis gehen wir davon aus, dass wir auch für das Jahr 2013 unsere Dividende erhöhen können», bestätigt der CEO laut Redetext den bisherigen Ausblick.

Roche-Verwaltungsrat stellt sich jährlicher Wahl

Verwaltungsrats-Präsident Franz Humer sagt laut Redetext, dass es nach der Annahme der Minder-Initiative am vergangenen Wochenende die Ausführungsbestimmungen von Bundesrat und Parlament abzuwarten gelte, die den neuen Verfassungsartikel ins Aktienrecht umsetzen werden. Erst dann werde Roche die Statuten an die neuen Erfordernisse anpassen können.

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Hinsichtlich Kompetenzen der Generalversammlung gebe es mit der Minder-Initiative jedoch künftig folgende wesentlichen Änderungen, so Humer. Erstens werde sich jeder Verwaltungsrat künftig jährlich der Wiederwahl stellen. «Entscheidend ist dabei, dass der Verwaltungsrat gerade auch in seiner Kontroll- und Leitungsfunktion gegenüber der Geschäftsleitung nicht geschwächt wird.» Nur ein starker Verwaltungsrat könne die Interessen der Eigentümer des Unternehmens, also der Aktionäre, wirklich wahrnehmen, so der VRP weiter.

Zweitens wähle künftig die Generalversammlung, und nicht wie bisher bei Roche üblich der Verwaltungsrat, jährlich den Verwaltungsratspräsidenten und die Mitglieder des Entschädigungsausschusses. Drittes werde künftig die Generalversammlung jährlich verbindlich über die Summe der Vergütungen des Verwaltungsrates und über die Gesamtsumme aller Vergütungen der Geschäftsleitung abstimmen, so der Redetext weiter.

Roche-Verwaltungsratspräsident Franz Humer hört derweil auf: Er stehe 2014 nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung, teilte der Basler Pharma- und Diagnostikkonzern mit.

(muv/awp)