Der Pharmakonzern Roche hat eine milliardenschwere Übernahme in den USA auf Big Data in der Krebsforschung abgeschlossen. Der Kauf des Software-Anbieters Flatiron Health für 1,9 Milliarden Dollar sei vollzogen, teilte der Konzern am Freitagmorgen mit.

Die Übernahme hatte Roche bereits Mitte Februar angekündigt. Die neue Tochter mit Sitz in New York wertet über eine Kooperation mit mehr als 265 Krebskliniken und Pharmafirmen die Daten von Millionen von Patienten aus. So soll eine bessere und effizientere Behandlung möglich werden.

«Dies ist ein wichtiger Schritt in unserer Strategie der personalisierten Medizin für Roche», sagte Roche-Pharmachef Daniel O'Day Mitte Februar.

Roche war schon mit 12,6 Prozent beteiligt

Auch bei behördlichen Genehmigungen von Krebsarzneien spielt die Software ein Rolle: Flatiron bereite die Daten der Patienten aus den Kliniken für Entscheidungen der Aufsichtsbehörden auf, die etwa über die Zulassung eines neuen Medikaments bestimmen.

Roche war bereits mit 12,6 Prozent an der 2012 gegründeten Firma beteiligt. Doch auch unter dem Dach des Basler Konzerns soll Flatiron als eigenständiges Unternehmen fortbestehen und die Datenplattform der gesamten Gesundheitsbranche weiterhin zur Verfügung stehen.

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(sda/bsh)