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Medikamente
Roche sieht mehr Potenzial in Afrika

Roche: Der Basler Pharmamulti will sein Sub-Sahara-Geschäft ausbauen.  Keystone/Colourbox

Das Basler Pharmaunternehmen will mehr umsetzen in Afrika. Firmenvertreter bearbeiten den Markt in Äthiopien und anderen Sub-Sahara-Regionen. Das Zeitfenster ist günstig.

Von Laurina Waltersperger und Sven Millischer
am 15.10.2014

Der Basler Pharmamulti Roch arbeitet an einer Strategie, sein Geschäft in der Sub-Sahara-Region Afrikas voranzutreiben. Dies berichtet die «Handelszeitung». Diese Woche diskutierte die Roche-Konzernleitung, nicht nur die aktuellen Quartalszahlen, sondern auch einen Evaluationsbericht zum Geschäft in Afrika.

In Äthiopien etwa hat sich jüngst ein Roche-Manager mit der Regierung getroffen. Die Firma beabsichtigt dort beim Aufbau des Gesundheitssystems zu helfen, um bald ihre Krebsmedikamente zu verkaufen. Das Zeitfenster ist günstig, denn die äthiopische Regierung will eine allgemeine Krankenkasse einführen. 

Weitere Länder im Fokus

Auch weitere Länder im südlichen Afrika stehen im Fokus des Pharmariesen: Gabon, Angola oder Ruanda seien schon weit mit ihren Gesundheitssystemen, hält ein Roche-Papier fest, das der «Handelszeitung» vorliegt. Auch an der Elfenbeinküste laufen Gespräche mit der Regierung, um in einem Projekt den Zugang zu Medikamenten für Patientinnen mit Brust- und Gebärmutterhalskrebs zu verbessern.

Neben Regierungen sind auch private Anbieter lukrative Partner für Roche. In Kenia gibt es bereits einige Privatklinken ausländischer Ketten, die auf dem höchsten Standard sind. Roche ist nun dabei, Regierungen, Nicht-Regierungsorganisationen und Private für seinen Ausbau ins Boot zu holen: «Zu einzelnen Vertragsabschlüssen könnte es bereits in den nächsten Monaten kommen», sagt die Roche-Medienstelle der Handelszeitung.

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