Der Pharmakonzern Roche hat in den ersten sechs Monaten 2013 mehr Umsatz erzielt und den Gewinn deutlich gesteigert. Das Unternehmen sieht sich auf Kurs, die eigenen Ziele für das laufende Jahr zu erreichen.

Der Umsatz stieg in der Berichtsperiode um 4 Prozent auf 23,3 Milliarden Franken. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Plus 5 Prozent. Der Kern-Betriebsgewinn erreichte 9,49 Milliarden Dies entspricht einer Zunahme um 10 Prozent.

Erwartungen übertroffen

Der Konzerngewinn stieg um markante 40 Prozent auf 6,05 Milliarden Franken (+41 Prozent zu konstanten Wechselkursen). Im Vorjahr wurde der Gewinn durch einmalige Kosten von rund 1,68 Milliarden belastet. Diese entfielen auf die Schliessung des Standorts Nutley (USA), Massnahmen zur Steigerung der Produktivität in den Bereichen Applied Science und Diabetes Care und weitere globale Restrukturierungspläne sowie den Entwicklungsstopp des Herz-/Kreislaufmedikamentes Dalcetrapib. Der Gewinn pro Aktie erreicht 7,58 Franken nach 6,88 Franken im Vorjahresquartal.

In der umsatzstärkeren Division Pharma stiegen die Verkäufe um 4 Prozent auf 18,16 Milliarden Franken. Die Division Diagnostics legte 2 Prozent auf 5,13 Milliarden zu.

Mit dem ausgewiesenen Zahlenset hat Roche die Erwartungen des Marktes insbesondere bezüglich der Kernerfolgszahlen übertroffen. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Konzernumsatz von 23,28 Milliarden Franken, einem Pharma-Umsatz von 18,20 Milliarden und Diagnostika-Verkäufen von 5,08 Milliarden gerechnet. Der Core-EBIT der Gruppe wurde auf 9,26 Milliarden Franken und der Gewinn pro Aktie auf 7,46 Franken geschätzt.

68 Wirkstoffe in der Pipeline

«Der Konzern legte im ersten Halbjahr 2013 ein starkes operatives Ergebnis vor, getragen von unserem bestehenden Portfolio, den vor kurzem am Markt eingeführten Krebsmedikamenten Perjeta und Kadcyla sowie dem anhaltenden Wachstum unseres Geschäfts mit klinischen Labors. Auch künftig wird Innovation bei uns im Fokus stehen», wird CEO Severin Schwan in der Mitteilung zitiert. Die Produkte-Pipeline umfasse nun 68 neuartige pharmazeutische Wirkstoffe sowie 55 wichtige Plattformen und Tests für die Diagnostik, so Schwan weiter.

Das Roche-Management hat im Weiteren die zuletzt Ende April bestätigte Guidance für das Gesamtjahr 2013 bekräftigt. So wird währungsbereinigt ein Anstieg der Verkäufe im Rahmen des Vorjahres (+4 Prozent) erwartet. Zudem wird ein Wachstum des Kerngewinns je Titel angestrebt, das über dem Verkaufswachstum liegt. Auf dieser Basis will das Management zudem die Dividende auch für das Jahr 2013 erhöhen.

(jev/aho/awp)

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