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Rohstoffgigant Vale muss 212 Millionen Steuern nachzahlen

Der brasilianische Rohstoffkonzern muss Steuern in der Schweiz nachzahlen. (Bild: Keystone)

Vale wird zur Kasse gebeten und muss in der Schweiz Steuern im dreistelligen Millionenbereich nachzahlen. Darauf haben sich der Rohstoffkonzern und die Schweizer Behörden geeinigt.

Veröffentlicht am 19.12.2012

Der in Saint-Prex VD domizilierte brasilianische Rohstoffkonzern Vale International hat sich mit den Schweizer Behörden geeinigt: Das Unternehmen wird 212 Millionen Franken Steuern nachzahlen. Die eidgenössische Steuerverwaltung hatte Vale vorgeworfen, nicht alle Bedingungen für die gewährte Steuererleichterung zu erfüllen.

Man habe sich mit der Eidgenossenschaft geeinigt, schrieb das Unternehmen in einem Communiqué. Laut Vale wird der Rohstoffkonzern auch weiterhin von Erleichterungen bei den Kantons- und Bundessteuern bis Ende 2015 profitieren. Vale hatte sich 2006 in Saint-Prex niedergelassen. Damals wurde das Unternehmen von den Gemeinde- und den Kantonssteuern befreit und erhielt Steuererleichterungen von 80 Prozent bei den direkten Bundessteuern.

Die eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hatte Anfang 2012 gegen die erleichterte Besteuerung des Unternehmens Beschwerde eingelegt. Aus Sicht der ESTV erfüllte es nicht alle Bedingungen, um von einer 80-prozentigen Steuerentlastung bei den Bundessteuern zu profitieren.

(muv/aho/sda)

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