Vor fünf Jahren hat der Schweizer Rohstoffhändler Trafigura in der Elfenbeinküste 528'000 Liter Ölschlamm entsorgen lassen – der landete unbehandelt auf Freiluft-Mülldeponien. Diese Umweltverschmutzung forderte laut Uno-Angaben mindestens 16 Tote. 100'000 Menschen beklagten Gesundheitsbeschwerden. Trafigura bezahlte mehrere Millionen als Entschädigung für die Opfer und zur Säuberung der verschmutzten Mülldeponien.
 
Der Giftmüll beschäftigt das westafrikanische Land bis heute: Nicht nur warten noch Tausende von Menschen auf ihre Entschädigungen. Bei Recherchen der «Handelszeitung» vor Ort hat sich auch gezeigt, dass die Säuberungsarbeiten auf den Mülldeponien noch immer nicht abgeschlossen sind.
 
Im Norden von Abidjan, in Djibi-Village, sind die Arbeiten unterbrochen. Das französische Unternehmen Biogénie, welches damit beauftragt ist, hat das Land wegen der Unruhen Anfang Jahr verlassen. Im Juli ruhten die Arbeiten immer noch. «Wir konnten sie nicht beenden», bestätigt eine Stellvertreterin von Generaldirektor Hervé Montaclair, der sich diese Woche in der Elfenbeinküste aufhält.

Laut Trafigura handelt es sich bei den Arbeiten um «Zusatzarbeiten», welche die Regierung ausführen lässt.

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(tno)