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Rohstoffkonzern Statoil stösst sein Tankstellengeschäft ab

Statoil will sich in Zukunft auf das Fördergeschäft konzentrieren. (Bild: Keystone)

Der norwegische Rohstoffkonzern Statoil veräussert seinen Anteil am Tankstellengeschäft «Statoil Fuel & Retail». Das Unternehmen will sich auf seine Stärken zurückbesinnen.

Veröffentlicht am 18.04.2012

Norwegens Rohstoffkonzern Statoil verkauft seinen Anteil am Tankstellengeschäft «Statoil Fuel & Retail». Das Netz von etwa 2300 Tankstellen gehe für 8,6 Milliarden norwegische Kronen (1,14 Milliarden Euro) an den kanadischen Verbrauchermarktbetreiber Couche-Tard, teilte die Gesellschaft am Mittwoch in Oslo mit. Statoil will sich auf sein Fördergeschäft konzentrieren.

Das Angebot der Kanadier liegt bei 53 Kronen je Aktie und beinhaltet eine Prämie von 53 Prozent auf den aktuellen Börsenkurs. Statoil hat einen 54-Prozent-Anteil an der Sparte, der Rest ist seit 2010 an der Börse. Insgesamt bewertet das Angebot die Sparte mit 2,1 Milliarden Euro. Das Geschäft soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden, es steht noch unter dem Vorbehalt einiger abschliessender Bedingungen.

Statoil-Finanzchef Torgrim Reitan begrüsste das Angebot, es führe zu einem guten Ergebnis für alle Beteiligten. Insofern findet es vonseiten des Managements und des Verwaltungsrats Unterstützung. Statoil Fuel & Retail beschäftigt etwa 18'500 Mitarbeiter. Das Tankstellennetz erstreckt sich über Skandinavien, Polen und die baltischen Länder. Couche-Tard betreibt etwa 6000 Verbrauchermärkte, unter anderem in Kanada, den USA, Mexiko, Japan und China.

(muv/awp)

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