Der Energiekonzern Romande Energie  hat im Geschäftsjahr 2011 ein Plus des Umsatzes von 1,9 Prozent auf 590,2 Millionen Franken verzeichnet. Dieser Anstieg sei im Wesentlichen auf die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Energieeffizienz zurückzuführen, wie das Energieunternehmen mitteilte.

Die über das Netz der Gruppe vertriebene Energie blieb unverändert bei 2777 Gigawattstunden (GWh) und die an die Endkunden abgegebene Energie sank leicht um 0,4 Prozent auf 2831 GWh.

Der Bruttogewinn beläuft sich auf 254,2 Millionen Franken, was einer Zunahme von 6,2 Prozent entspricht. Der Anstieg ist hauptsächlich auf tiefere Strombeschaffungskosten zurückzuführen. Romande Energie musste wegen einem Rückgang der Stromproduktion bei Wasserkraftwerken von 13 Prozent auf den Stromeinkauf aus dem Ausland zurückgreifen. Der tiefe Euro und die günstigen Strompreise auf dem Schweizer und europäischen Elektrizitätsmarkt verhalfen zu den niedrigeren Beschaffungskosten.

Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Alpiq

Der Ebitda stieg um 12 Prozent auf 120,7 Millionen Franken, wogegen der Ebit um 28 Prozent auf 35,2 Millionen Franken zurückging. Der Rückgang des operativen Ergebnisses sei hauptsächlich wegen Wertberichtigungen auf einer Anlage für die Erzeugung von erneuerbarer Energie zuzuschreiben, so der Konzern.

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Der Reingewinn vor ausserordentlichen Wertberichtigungen fiel auf 57,1 Millionen Franken von 83,9 Millionen Franken. Nach ausserordentlichen Wertberichtigungen resultierte ein Nettoverlust von 235,2 Millionen Franken. Diese stehen im Zusammenhang mit einer Beteiligung an Alpiq. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2011 hatte Alpiq beträchtliche Wertberichtigungen in einem Umfang von 1,7 Milliarden Franken vorgenommen.

Dies veranlasste die Eos Holding SA (EOSH), in Bezug auf ihre Beteiligung an Alpiq eine Wertminderung in Höhe von 485 Millionen Franken vorzunehmen. Da Romande Energie einen Anteil von 28,7 Prozent an der EOSH hält, entspricht der negative Effekt dieser Wertberichtigungen auf ihre Erfolgsrechnung einem Betrag von 292 Millionen Franken. Aufgrund der positiven Resultate der operativen Tätigkeit von Alpiq und der EOSH reduzierte sich dieser negative Effekt jedoch auf 254 Millionen Franken, hiess es.

Den Aktionären soll eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 25 Franken ausgeschüttet werden. Falls dieser Betrag ausgeschüttet wird, kumuliert sich die Dividendenauszahlung unter Berücksichtigung der im Umlauf befindlichen Aktien auf 27,4 Millionen Franken.

50 Millionen Franken in Netze investieren

Für das laufende Jahr konzentriert sich das Unternehmen auf erneuerbare Energie: «Konkret geht es darum, unsere Politik der Investitionen in Stromerzeugungsanlagen, die auf Wasserkraft, Erdgas und den neuen erneuerbaren Energien beruhen, fortzusetzen und gleichzeitig die Energieeffizienz zu fördern und in diesem Bereich konkrete Lösungen anzubieten», wird CEO Pierre-Alain Urech in der Medienmitteilung zitiert.

Der Versorger werde zudem auch weiterhin 50 Millionen Franken in seine Netze investieren. Im Zuge der eingeleiteten Asset-Management-Strategie wird die Gruppe die Lagerbewirtschaftung und Logistik ab Anfang 2013 mit anderen Akteuren der Branche realisieren.

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Ferner werde die Ende 2010 neu ausgerichtete Unternehmensstrategie weiter umgesetzt, schreibt Romande Energie. Damit zielt das Unternehmen auf den Ausbau der Netze, wettbewerbsfähigere Tarife, der Steigerung der Eigenproduktion und der Lancierung von Aktivitäten im Zusammenhang mit mehreren Energieträgern.

(tno/chb/awp)