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Tauchgang
Romande Energie rutscht tief ins Minus

Romande Energie in Morges: Der Energiekonzern ist in den roten Zahlen. Keystone

Der Westschweizer Energiekonzern hat im vergangenen Jahr einen Verlust von knapp 150 Millionen Franken eingefahren. Auf Romande Energie kommen auch weiterhin unsichere Monate zu.

Veröffentlicht am 31.03.2015

Der Westschweizer Energiekonzern ist 2014 in die roten Zahlen abgetaucht. Belastet von Wertberichtigungen vor allem wegen Alpiq stand unter dem Strich ein Verlust von 147 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 67,9 Millionen Franken herausgeschaut.

Allein der Abschreiber auf die Alpiq-Beteiligung via die EOS Holding schlug bei Romande Energie mit 190 Millionen Franken zu Buche, wie das Unternehmen mitteilte. EOS hält 31,4 Prozent an Alpiq und Romande Energie ihrerseits 29,7 Prozent an EOS.

Bestes operatives Ergebnis

Ein Loch von weiteren 58 Millionen Franken riss die Wertberichtigung auf den Anteil an den Forces motrices Hongrin-Léman in die Bilanz. Zusammen mit den Ergebnissen der anderen angeschlossenen Gruppen verbuchte Romande Energie ein Minus von 243 Millionen Franken.

An dem konnte auch das beste operative Ergebnis seit zehn Jahren nichts ändern. Der Gewinn von Steuern und Zinsen auf Stufe Ebit stieg um 37 Prozent auf 94 Millionen Franken. Der Umsatz wuchs um 0,9 Prozent auf 583 Millionen Franken, wobei der Vertrieb den Ausschlag gab.

Für den Stromeinkauf musste der Konzern 12,6 Prozent weniger aufwenden, weil zum einen die Preise sanken und zum anderen die Kunden weniger verbrauchten. Weil das Wetter günstiger war, produzierten auch die eigenen Kraftwerke 14 Prozent weniger Strom. Das hatte eine starke Zunahme des Bruttogewinns zur Folge.

Verhaltener Ausblick

Ins Geschäftsjahr 2015 blicken die Westschweizer Stromproduzenten und -händler verhalten. Das Betriebsergebnis sollte - Unverhofftes ausgeschlossen - auf der Höhe von 2014 liegen. Allerdings sei der Energiesektor von immer mehr Faktoren und immer schnelleren Veränderungen beeinflusst.

Viele Rahmenbedingungen seien ungewiss. Das reiche von den Verhandlungen mit der EU über ein Stromabkommen über die Öffnung des Strommarktes bis hin zur Umsetzung der Energiestrategie 2050.

(sda/dbe/ama)

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