Die starke Konkurrenz durch den Online-Händler Amazon sowie der Siegeszug der elektronischen Bücher zwingt die führende US-Buchhandelskette Barnes & Noble zu weitreichenden Filialschliessungen. «In zehn Jahren werden wir noch 450 bis 500 Läden haben», sagte Firmenchef Mitchell Klipper dem «Wall Street Journal». Das würde bedeuten, dass jeder dritte reguläre Standort wegfällt.

Heute hat die Kette annähernd 700 normale Filialen. Daneben betreibt Barnes & Noble an Universitäten etwa die gleiche Anzahl an sogenannten College Stores. Auch mit weniger Läden sei es «ein gutes Geschäftsmodell», versicherte Klipper. Mit dem Rivalen Borders war 2011 die Nummer zwei der US-Buchhändler pleitegegangen. 10'700 Menschen verloren damals ihren Job.

Auch Barnes & Noble muss kämpfen, weil Kunden ihre Bücher online bei Amazon bestellen oder auf E-Books umgestiegen sind. Der Umsatz im Weihnachtsgeschäft schrumpfte um fast 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ausgerechnet die Verkäufe des hauseigenen E-Book-Lesegeräts Nook fielen enttäuschend aus.

(jev/aho/sda)