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Staatshilfe
Royal Bank of Scotland: Verkauf um jeden Preis

RBS: Briten wollen nicht mehr länger Löcher stopfen. Keystone

Grossbritannien will die marode Royal Bank of Scotland abstossen - notfalls mit Verlust.

Veröffentlicht am 11.06.2015

Grossbritanniens Finanzminister hat einen baldigen Verkauf der Anteile an der grossteils verstaatlichen Royal Bank of Scotland angekündigt. Notfalls wolle er auch Verluste in Kauf nehmen, sagte George Osborne am Mittwoch in London.

«Der Punkt der Entscheidung ist gekommen», sagte Osborne. Länger zu warten, würde der Gesamtwirtschaft nicht guttun.

Noch immer hoch verschuldet

Der Staat hatte in der Finanzkrise im Jahr 2008 Aktien im Wert von 45 Milliarden Pfund zum Kurs von rund 500 Pence pro Anteilsschein aufgekauft, um die wankende Grossbank vor dem Untergang zu bewahren. Der Aktienkurs sank weiter.

Heute liegt er bei rund 355 Pence, die Bank ist noch immer hoch verschuldet und machte seit 2008 jedes Jahr Milliardenverluste. Der Wert das staatlichen Aktienpakets im Umfang von rund 80 Prozent des Gesamtwertes sank damit auf rund 32 Milliarden Pfund.

(sda/chb)

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