Die Royal Bank of Scotland (RBS) soll sich mit den amerikanischen und britischen Aufsichtsbehörden im Libor-Manipulationsskandal auf eine Vergleichszahlung geeinigt haben. 

Das berichtet das «Wall Street Journal» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach soll das Finanzhaus den Behörden eine Busse in Höhe von bis zu 500 Millionen Britischen Pfund oder 780 Millionen US-Dollar entrichten und die Einigung am Mittwoch bekannt gegeben werden.

Wie das Wirtschaftsblatt weiter berichtet, soll die Vergleichszahlung voraussichtlich ebenfalls ein Schuldbekenntnis seitens einer Abteilung der Bank beinhalten. Diese Sparte könnte sich laut «Wall Street Journal» in Asien befinden. Von diesem Stützpunkt aus sollen die Bankmitarbeiter denn auch versucht haben, den Libor zu manipulieren. 

Zur Erinnerung: Ende vergangenen Jahres hatte sich bereits die UBS im Libor-Skandal mit diversen Aufsichtsbehörden auf eine Busse in Milliardenhöhe geeinigt.

Derweil soll der Deal zwischen der Royal Bank of Scotland und den Aufsichtsbehörden womöglich ein prominentes Opfer fordern: John Hourican - Leiter der Investmentbank - werde wohl seinen Hut nehmen müssen, so die Quellen des «Wall Street Journal».

(muv/tno/aho)

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