Die britische Royal Mail streicht knapp ein halbes Jahr nach ihrem Börsengang weitere 1300 Stellen. Der Post-Dienstleister verspricht sich davon jährliche Einsparungen von 50 Millionen Pfund.

Pläne sind «skrupellos»

Derzeit würden Gespräche mit der Gewerkschaft geführt, Briefzusteller seien nicht betroffen, teilte das Unternehmen mit. Die wichtigste Post-Gewerkschaft Unite bezeichnete die Pläne als skrupellos. «Wenn Royal Mail auf unsere Forderungen nicht eingeht, haben wir keine andere Wahl, als eine Urabstimmung über einen Arbeitskampf einzuleiten», sagte ein Gewerkschafter.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

In den vergangenen elf Jahren hat die Royal Mail insgesamt etwa 50.000 Stellen abgebaut. Die Post war erst im Oktober an die Börse gegangen. Es war die größte Privatisierung in Großbritannien seit Jahrzehnten. Ende Dezember waren bei dem Konzern etwa 150.000 Menschen beschäftigt.

(reuters/dbe/sim)