Das Nein zu den 22 Gripen-Kampfjets wirkt sich auf das Geschäft des Technologiekonzerns Ruag aus. Neben dem Wegfall des erhofften Wartungsauftrags für den neuen Flieger wird Ende 2016 auch der Tiger ausser Dienst gestellt. Damit verliert Ruag ein Volumen von 20 bis 30 Millionen Franken, wie Konzernchef Urs Breitmeier im Gespräch mit der «Handelszeitung» sagt.

Der Anteil der Schweizer Armee am Ruag-Umsatz fiel 2013 von 36 auf 32 Prozent und  wird weiter abnehmen. « In fünf Jahren ist die Wahrscheinltichkeit gross, dass der Anteil des VBS bei 20 Prozent liegt.» Gelingt es Ruag nicht, die wegfallenden Schweizer Geschäfte zu kompensieren, stehen laut Breitmeier 150 bis 200 Stellen auf dem Spiel.

Zweitgrösster Kunde ist Airbus

Grosse Chancen sieht er im zivilen Flugzeugstrukturbau. Zweitgrösster Kunde neben dem VBS ist Airbus. «Die Auftragsbücher des Flugzeugbauers sind voll, und Ruag ist beim wichtigsten Produkt, dem A320, massgeblich am Bau des Rumpfs beteiligt.» In diesem Bereich werde der Konzern noch grössere Verantwortung erhalten, was sich positiv auf den Umsatz auswirken dürfte.

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