In den meisten Flugzeugen ist auf dem Boden ein dunkler Teppich angeklebt. Diese Monotonie hat jetzt ein Ende. Die Ruag Aviation kann nun erstmals auch in den Kabinenräumen eines Fliegers Parkett verlegen.

Bisher hat Holz die Sicherheitsvorschriften nicht erfüllen können. Der neue Bodenbelag musste darum bei der Entwicklung mit der österreichischen Firma List viele Hürden bewältigen. Entstanden ist ein leichter, ungefähr zehn Millimeter dicker Bodenbelag, mit dem Kunden nun ihre Privatjets aufwerten können. 

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Mehrere Holzarten sind möglich

«Die Holzart kann frei gewählt werden, solange sich das Holz grundsätzlich als Parkettboden eignet», sagt Pirmin Berger, Sprecher der Ruag Aviation. Es kann in verschiedenen Verlegemustern und mit weiteren individuellen Verzierungen montiert werden.

«Bei den Kunden sind es sowohl Einzelkunden, die ein Interesse an der weiteren Individualisierung ihres Jets haben, wie auch Charter-Firmen, die sich durch den Einsatz des Holzfussbodens vom Wettbewerb differenzieren wollen», führt Berger weiter aus.

Zum Preis kann Berger keine konkrete Zahl nennen, denn es «hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab, die sich unter anderem an der notwendigen Behandlung des Holzes, der Einbausituation und der Zulassung orientieren.» Vor allem ist wichtig: Der Fussboden muss die strengen Sicherheitsvorschriften in punkto Brandschutz, Rutschfestigkeit und Belastbarkeit erfüllen.