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Ruag macht wieder Gewinn

Unterhaltsarbeiten an einem Tiger-Militärjet in Emmen (Bild: Keystone)

Der Technologie- und Rüstungskonzern Ruag ist zurück in der Gewinnzone. Nachdem einem Verlust im Vorjahr erzielte die Gruppe 2010 wieder einen Gewinn von 98 Millionen Franken.

Veröffentlicht am 31.03.2011

Der Umsatz des Schweizer Technologie- und Rüstungskonzerns wuchs um 5,9 Prozent auf 1,796 Milliarden Franken. Das Wachstum stammte hauptsächlich aus dem Raumfahrtgeschäft mit der Mitte 2009 übernommenen Oerlikon Space, aus dem Unterhaltsgeschäft für militärischen Luftfahrzeuge sowie aus dem Flugzeugstrukturbau.

Wie die Ruag weiter mitteilt, erzielte das dem Bund gehörende Unternehmen 52 Prozent des Umsatzes mit zivilen Anwendungen, 48 Prozent mit militärischen. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) blieb mit 35 Prozent des Umsatzes bedeutendster Einzelkunde.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von -113 Millionen Franken im Vorjahr auf 98 Millionen Franken. Vier von fünf Divisionen arbeiteten profitabel. Einzig die Aviatik-Sparte schrieb mit einem EBIT von -11 Millionen Franken rote Zahlen. Grund sind Sonderabschreiber und Restrukturierungsrückstellungen von 30 Millionen Franken, baut doch die Ruag wegen Kürzungen im deutschen Verteidigungsbudget am Standort Oberpfaffenhofen bei München Kapazitäten ab.

In der Technologie-Division wird das Werk in Plan-les-Ouates (Genf) bis Mitte 2012 geschlossen, falls es nicht verkauft werden kann. Das Werk zählte 52 Angestellte. Die Division erzielte dank Auflösung von Wertberichtigungen einen EBIT von 21 Millionen Franken.

Am meisten Betriebsgewinn erwirtschafteten die Sparten Ammotec (Kleinkalibermunition) mit 31 Millionen und Defence (Landstreitkräfte) mit 32 Millionen Franken. Die Zahl der Mitarbeitenden des gesamten Konzerns stieg um 185 auf 7719.

(cms/laf/sda)

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