Der Rüstungs- und Technologiekonzern Ruag hat im ersten Halbjahr 2013 mehr verkauft als noch vor einem Jahr. Dabei resultierte ein deutlich höherer Gewinn.

Das zivile Geschäft befinde sich gegenüber dem militärischen nach wie vor im Aufwind, teilte die Ruag mit. Insgesamt macht der Konzern rund 56 Prozent des Umsatzes mit zivilen Anwendungen.

Auslandgeschäft gesteigert

Der Nettoumsatz stieg um 3,4 Prozent auf 845 Millionen Franken. Der Umsatzanteil im Ausland stieg auf 60 Prozent (Vorjahr: 56 Prozent), der wichtigste Einzelkunde blieb das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit 33 Prozent.

Das grösste regionale Wachstum sei in Nordamerika mit 10 Prozent sowie im asiatisch-pazifischen Raum mit 5 Prozent Umsatzanteil verzeichnet worden.

Auslandexpansion profitabel

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbesserte sich um 13 Prozent auf 44 Millionen Franken. Der Reingewinn erhöhte sich um rund 29 Prozent auf 41 Millionen Franken. Sowohl das zivile Wachstum als auch die Auslandexpansion hätten sich als Profitabilitätstreiber erwiesen.

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Für Forschung und Entwicklung gab der Konzern 68 Millionen Franken aus.

Der Auftragseingang und -bestand war hingegen rückläufig. Der Auftragseingang ging um 10,4 Prozent und der Auftragsbestand um 22,0 Prozent zurück. Grund dafür sei im Wesentlichen die ausgelaufenen Grossprojekte bei Ruag Defence. Zudem hätten die rückläufigen Verteidigungsbudgets in den Hauptmärkten dazu beigetragen, dass geplante Beschaffungen hinausgeschoben worden seien.

Insgesamt habe beim Auftragseingang eine Umschichtung von langfristigen Projekt- zu kurzfristigen Unterhaltsaufträgen stattgefunden, so die Ruag weiter.

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern einen Nettoumsatz in der Grössenordnung des Vorjahres.

(awp/vst/aho)