Die Basler Kantonalbank (BKB) hat 2011 nach Kursverlusten im Handelsgeschäft einen fast 20 Prozent tieferen Bruttogewinn erzielt als noch im Vorjahr. Der Jahresgewinn fiel gegen zehn Prozent tiefer aus und belief sich auf 79,7 Millionen Franken.

Während der Erfolg aus dem Handelsgeschäft über 40 Prozent unter jenem von 2010 ausfiel und der Ertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft rund sieben Prozent fiel, erwies sich der Erlös aus dem Zinsgeschäft mit -1,2 Prozent als relativ stabil.

Zwei Grosskunden wanderten ab

Die von der BKB verwalteten Kundenvermögen sanken um rund drei Milliarden Franken auf etwas über 30 Milliarden Franken. Der Rückgang ist gemäss BKB auf den Verlust zweier grosser institutioneller Kunden zurückzuführen. Ohne diese Abgänge wären die Kundenvermögen bei der BKB um eine Milliarden Franken gestiegen.

Die Kundenausleihungen wiederum stiegen um rund 950 Millionen auf 12,9 Milliarden Franken, wie aus der Medienmitteilung der BKB hervorgeht. Ein ähnliches Bild wie beim Stammhaus der Kantonalbank zeigt sich beim BKB-Konzern, zu welchem auch noch die Bank Coop gehört. Der Bruttogewinn auf Konzernebene ging um knapp 11 Prozent, der Reingewinn um rund 13 Prozent zurück.

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Keine Rückstellungen für Steuerstreit

Rückstellungen in Zusammenhang mit dem Steuerstreit mit den USA hat die BKB gemäss Communiqué keine gemacht. Gegen die Kantonalbank läuft wie gegen weitere Schweizer Banken eine Untersuchung der US-Behörden wegen Beihilfe zum Steuerbetrug.

(vst/muv/sda)